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Palästina · 1934-12-01 · Heft 12 (Dezember 1934) · p. Seite 542

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 12 (Dezember 1934)
Article
Rechtsleben. Von Adv. Dr. Moritz Bileski, Haifa.
Date
1934-12-01
Page
Seite 542 (sequence 3)
Language
German
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wurden, erhalten in der letzten Zeit Teilnehmer an den Streikwaehetn in den Pardessim des Scharon von dem englischen Richter in Haifa verhältnismäßig geringe Geldstrafen. Einen großen Umfang halben die Prozesse gegen illegale Einwanderer angenommen, die durch die große Zahl der in den einzelnen Prozessen angeklagten Personen auffallen. Es sind hauptsächlich Juden betroffen, aber gelegentlich auch Araber aus den Nachbarländern, mitunter auch Angehörige anderer Nationen, Italiener, Griechen, Armenier. Die Verurteilten erhalten fast immer mehrere Monate Gefängnis und werden — nach Verbüßung der Strafe — deportiert. Sie haben aujßerdean fa»s.t immer eine bedauerlich lange Untersuchungshaft zu überstehen. Der englische Richter in Haifa, der besonders zahlreiche Fälle dieser Art zu entscheiden hat, verzichtet neuerdings auf den Ausspruch der Deportation in solchen Fällen, in denen illegal© Einwanderer, die wegen einer besonderen Notlage ausgewandert sind (z. B. russische Emigranten) ohne besondere Schwierigkeiten im Lande eine Existenz finden können oder in denen Verwandte im Lande für ihrfeln Unterhalt sorgen können. Auf dem Gebiete der Justizverwaltung ist die Ernennung mehrerer Araber zu Magistrates (Friedensrichter) zu erwähnen, ebenso die Beförderung einiger Araber zu höheren Richterp osten. Neue Ernennungen oder Beförderungen von Juden sind bisher nicht bekannt geworden, daher besteht auicfh noch! immer der besonders krasse Uebelstand, daß das Bezirksgericht in Haifa, wo 'die jüdische Bevölkerung und die Bedeutung der jüdischen Wirtschaft so stark gewachsen ist, noch immer ohne jüdische Richter ist. Mehrere der englischen Richter sind in der letzten Zeit in englische Kolonialländer versetzt worden. Die Laufbahn der englischen Beamtenschaft in Palästina gehört zu der allgemeinen englischen Koloniallaufbahn. WIRTSCHAFT. Von Dr. J. Adler, Tel-Aviv. Das Wirtschafts-Barometer November 1934. Geld- und Kapitalrnjarkt: Im Zusammenhange mit der neuerdings noch zunehmenden Kapitalisten-Ednwtandeningij die neben Deutschland insbesondere aus Polen und den USA. erfolgt, hat die Kapitalfülle sich weiterhin vermehrt. Die Bank-Einlagen nähern sich rasch dem Stande von 17 Millionen Pfund. Ein Gradmesser des anhaltenden KonjupkturaufSchwunges ist nach wie vor der Geldumlauf Palästinas, der sich von 4,409.664 Pfund am 1. September und 4,463.664 am 1. Oktober auf nunmehr 4,536.964 am 1. \November erhöht hat. Auch der günstige Stjand der Regierungsfinanjzen — Reservefonds gegenwärtig bereits über SP/j Millionen Pfund — trägt dazu bei, daß von Krisenbefürchtungen, wenigstens für nahe Sicht, nirgends mehr die Rede ist;. Hierdurch ermutigt, sind besonders in Tel-Aviv und Haifa, aber auch in Jerusalem, Jaffa und den Kolonien wiederum neue große Boden-, Bau- und Hypotheken-Transaktionen im Gange, deren Finanzierung reibungslos vor sich geht. Auch der Wertpapiermarkt kommt, heute schon von verschiedenen Bankfirmen sachverständig gepflegt, allmählich lebhafter in Fluß. Gennant werden gegenwärtig, bei durchweg knappem Angebot und lebhafter Nachfrage 6 o/o ige Pfandbriefe der „General Mortgage Bank otf Palestine" mit lOOy^o/o, detto 6o/o Vorzugsaktien mit 991/2o/o, Aktien der „Palestine Electric Corporation

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