Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1934)
- Article
- Die Aufgaben der "Angewandten Pflanzensoziologie" in Palästina
- Date
- 1934-12-01
- Page
- Seite 514 (sequence 6)
- Language
- German
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5X4 abweichenden Klimate sich als vorteilhaft erweisen, kann aber erst bei der praktischen Durchführung der Untersuchungen richtig beurteilt werden. Gerade für diese Fragen sind in den letzten Jahren so viele Forschungsresultate in der Fachliteratur niedergelegt, daß die Methodik schon vorgezeichnete Wege vorfindet und daher am schnellsten zu den erstrebten Resultaten gelangen kann. Auch eine der letzten Arbeiten des Verfassers beschäftigt sich neben den Sumpfgebieten mit den Sandgesellschaften, und es zeigt sich, daß diese auch aus den verschiedensten Ländern viele gemeinsame Züge aufweisen, so daß Resultate aus anderen Gebieten zum großen Teil auch hier auszuwerten sind. Sehr wertvoll sind hier für uns die großen praktischen Erfolge., die auf pflanzensoziologischer Grundlage im westlichen Nordafrika erzielt wurden, da die Verhältnisse dort mit den palästinensischen am meisten parallel laufen. Die Aufeinanderfolge der Pflanzengesellschaften, die sogenannten Sukzessionen werden jedoch auch in Palästina im Detail untersucht werden müssen, da die Artenzusammensetzung und jedenfalls auch die Beschaffenheit des Sandes wohl überall eine spezifische ist. Die wichtigste Problemstellung wird hier in der Regel in der möglichst schnellen Befestigung und Bindung durch die geeignetsten Pflanzenarten liegen. Die Aufgabe in unserem Sinne besteht also darin, den aufbauenden Wert der bereits bestehenden, schütteren Pflanzengesellschaften und deren Komponenten graduell festzustellen und schließlich auch hier im Auffinden jener Indikatoren, die eventuelle Verschiedenheiten in der physikalischen und chemischen Beschaffenheit des Bodens anzeigen. Dies letztere gilt für alle zu untersuchenden Gebiete, da es die beste Grundlage für jede Kulturumwandlung, bzw. für jede Verbesserung der bestehenden Kulturen bildet. Durch sie erhalten wir die wichtigsten Hinweise für eine richtige Kulturenauswahl, Düngung, rationelle Bewässerung und für vieles andere. Vielleicht kann auch auf diesem Wege eine Bindung und gewisse Begrünung der Sandstreifen längs der Straßen l'in den Städten, vor allem in Tel-Aviv erzielt werden, was sicherlich — es sei dies hier nur nebenbei bemerkt — viel zur Beseitigung der Staubplage beitragen würde. Eine der wichtigsten aktuellen Aufgaben ergibt sich derzeit für den Pflanzensoziologen in den noch versumpften Flächen, die allmählich einer Kultivierung zugeführt werden sollen. Es würde den Rahmen dieses Aufsatzes weit überschreiten, wollten