Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 11 (November 1934)
- Article
- Verkehr. Von Dr. Ing. Hans Jacobowitz, Tel-Aviv.
- Date
- 1934-11-01
- Page
- Seite 483 (sequence 5)
- Language
- German
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Fahrgäste aus den großen Städten nicht verlustig zu gehen (eine Erscheinung, die übrigens auch bei den sich untereinander Konkurrenz mischenden Autobusgesellschaften zu beobachten ist). Wirtschaft 1. Das Wirtschaftsbarometer Oktober 1934. Von Dr. J(. Adler, Tel-Aviv. Geld - und Kapitalmarkt: Der Kapitalzufluß aus dem Auslande hält unvermindert an, so daß der gegenwärtige Depositenbestand bei den palästinensischen Banken auf rund 16 Millionen pal. Pfund zu beziffern ist. Der Geldumlauf im Lande ist von 4,324.664 pal. Pfund am 1. August auf 4,409.664 pal. Pfund am 1. September und 4,324.664 pa^. Pfund am 1. August auf 4,409.664 pal. Der Bedarf an Hypothekardarlehen wird nach wie vor glatt befriedigt. Für die Bevorschussung des im November beginnenden Oranigen-Exportes ist umfassend vorgesorgt. Der gesamte Geld- und Kapitalmarkt bietet ein Spiegelbild der ungetrübt anhaftenden Hochkonjunktur, die durch die Ankündigung neuer starker Einwandererwellen für die kommenden Monate immer wieder angeregt wird. Zitrusfrüchte: Der Export von Zitronen hält sich noch in engen Grenzen, was weniger an Absatzschwierigkeiten im Auslande liegt — wie etwa der Verweigerung der Einfuhrerlaubnis durch die Türkei — als vielmehr am kräftig gestiegenen Inlandskonjsum. Der Export von Grape-Fruitsi hat soeben erst begonnen; die bisher nicht sehr großen Verkäufe lassen noch keine Beurteilung der weiteren Aussichten zu. Ueber den Absatz der Orangen, deren Verschiffung am 15. November einsetzen wird, sind die direkten Verhandlungen mit den Groiß-Importeuren der beiden wichtigsten Auslandsmärkte, England und Deutschland, augenblicklich noch im Gange. Man hofft ferner, daß der russische Markt, dank der dortigen Kaufkraftstexgerung, stärker als bisher mit Bestellungen hervortreten wird, vermutlich auf einer Kompensationsbasis: Palästina-Orangen gegen Sowjet-Holz! Im Lande selbst ist die Abschlußtätigkeit zwischen Pflanzern und Exporteuren lebhaft im Gange. Man zahlt gegenwärtig bei diesen Vorverkäufen pro Kiste ab Baum 0,250 bis 0,275 pajL Pfund, also den gleichen Preis wie schon im Vormonat, was symptomatisch für diie Hoffnungen auf eine stabile Marktgestaltung ist. Getreide und Futtermittel: Die Einfuhrsperre für Weizen ist zunächst bis Jahresende 1934 verlängert worden. Einheimischer Weizen hat bei stillem Gestehäft eine Kleinigkeit nachgegeben und erzielt im Großhandel pro südpalästinensischen Kantar (288,45 kg) augenblicklich 2,660 (im Vormonat 2,800) pal. Pfun.d. In Roggen kamen letzthin kleine Quantitäten polnischer Ware herein und notierten eif Jaffa—Haifa mit etwa 6 pal. Pfund pro Tonne. Auch Gerste, die infolge des hohen Einfuhrzolles nur in lokaler Provenienz auf den Markt kommt, hat eine Abschwächung erlitten und begnügt sijch pro südpalästinensischen Kantar mit 1,450 bis 1,500 (im Vormonat 1,850) pal. Pfund. Bei ebenfalls geringen Umsätzen erzielt Dürr ah augenblicklich 1,200 bis 1,250 (im Vormonat 1,500) paj. Pfund pro südpalästinensislchen Kantar. In Mai s ist die Einfuhr türkischer und rumänischer Ware ganz ins Stocken geraten; a,uoh das einheinuische Angebot bleibt unbedeutend. In Pferdebohnen liegen Angebote aus Syrien vor, ohne zurzeit besonders zu interessieren.