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Palästina · 1934-10-01 · Heft 10 (Oktober 1934) · p. Seite 428

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 10 (Oktober 1934)
Article
Die Sitzung der Mandatskommission [Nachricht]
Date
1934-10-01
Page
Seite 428 (sequence 3)
Language
German
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7. Oeffentliche Finanzen. Die Kommission würde weitere Mitteilungen über die Verwendung der von der Mandatarmacht garantierten Zwei-Millionen Pfund-Anleihe begrüßen. Außer dem Jahresberichte der Mandatarmacht hat die Kommission während ihrer 25. Session bekanntlich auch eine Reihie von jüdischen und arabischen Petitionen aus Palästina geprüft. Ihr Bericht an den Rat enthält darüber die nachstehenden Bemerkungen: 1. Memoranda des Waad Leumi (vom Mai 1933), des Oberrabbinats von Palästina (vom 9. April 1933) und der „Central Agudath Israel" (vom 11. Mai 1933) betreffend zweier Fragenkomplexe: a) die ungleiche Behandlung der Rabbinatsgerichte im Vergleich zu den mohammedanischen Religionsgerichten; b) dje Forderung der „Agudath Israel" als besondere Religionsgemein'de anerkannt zu werden. Zur Frage a) stellt die Kommission fest, daß die mohammedanischen Gerichte auf Grund von aus der Zeit der ottomanischen Herrschaft übernommenen Rechtsbestimmungen gegenüber den religiösen Gerichten anderer Konfessionen tatsächlich eine Sonderstellung genießen und daß dadurch, wenn auch nicht eine ausdrückliche Verletzung der Mandatsbestimmungen^ so jedenfalls eine faktische Ungleichheit in der Behandlung vorliegt. Die Kommission hält es jedoch nicht für möglich, von sich aus präzise Vorschläge zu machen, die dieser Ungleichheit ein Ende setzen würdenj, sie hofft aber, daß die Mandatarmacht entsprechende Maßnahmen wird treffen können^ um, wenn nicht eine formellej, so doch wenigstens eine Gleichheit auf dem Gebiete des finanziellen Gebarens zu schaffen. Zur Frage b) enthält sich die Kommission jeder Bemerkung und nimmt mit Genugtuung die Erklärungen des Vertreters der Mandatarmacht zur Kenntnis:, wonach diese Frage sich auf gutem Wege zu einer gütlichen Lösung befindet. 2. Petitionen des „Wrid Adath Aschkenasim" (vom 12. Juni und vom 28. August 1933), die u. a. .iir den „Waa;d Aschkenasim" die Anerkennung als Sondergemeinde und die Zuteilung von besonderen 50 Einwandererzertifikaten jährlich forderten. Die Kommission hat diese Petitionen in allen Teilen abschlägig beantwortet und sie keinerlei Empfehlung an den Völkerbund teilhaftig werden lassen. 3. Sieben verschiedene arabische Petitionen. In ihren dem Völkerbundrat unterbreiteten Schlußfolgerungen bemerkt die Kommission zu allen diesen sieben Petitionen, daß „ihnen keinerlei Folge zu geben ist". Dr, Victor Jacobson gestorben. Am 23. August starb, 65 Jahre alt, Dr. Victor Jacobson in Bern. Er war Mitglied der Exekutive -der Jewish Agency und führte seit Jahren ihre Agenden beim Völkerbund. Dr. Jacobson stammt aus dem Kreils der Chowewe Zion, war nach der jurgtürkipchen Revolution in Konstantinopel Vertreter der zionistischen Leitung, in die er später eintrat. Durch seine hohe Bildung und sein vornehmes Wesen hat er sich in allen Kieisen, auch dem der europäischen Politiker, zahlreiche Freunde geschaffen und Bedeutendes für den Zionismus geleistet. (Siehe auch „Rundschau": Jewish' Agency.) Amt für Untersuchung der Wohnungsfrage. Nachdem die Palestine Economic Corporation die erste Untersuchung über die Wohnungsfrage unternommen hatte (siehe den Aufsatz darüber in dieser Nummer), haben die führenden

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