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Palästina · 1934-10-01 · Heft 10 (Oktober 1934) · p. Seite 422

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 10 (Oktober 1934)
Article
Viehzüchterische Zeitfragen
Date
1934-10-01
Page
Seite 422 (sequence 3)
Language
German
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4?22 ^e">en UIK* fortpflanzen wilrde. Wenn aber, wie dies zur Zeit wieder geschieht^ von Leuten ohne Exp orterfafrrung aus den hochgezüchteten Herden überzüchtete Tiere mit höchsten Leistungen für Palästina angekauft werden, noch dazu in einem. Alters, das in jedem Falle einen Export ausschließen sollte, dann darf man sich über spätere schlechte Erfahrungeil nicht wundern und nicht die damit erzielten Resultate als maßgebend betrachten; Ich habe wiederholt angeregt, einen groß angelegten Versuch zu machen, dessen Kosten ungefähr 1000 bis 1500 pal. Pfjund betragen würden. Durch diesen Versuch würde die Importfrage nicht nur restlos geklärt werden, sondern mit einem Schlage, die in züchteraschem Sinne ungeordneten Verhältnisse, die zur Zeit in Palästina herrschen (einige wenige Ausnahmen bestätigen nur die Regel) in Bahnen bringen, von denen aus dann systematisch weiter gearbeitet werden könnte. Daß ein derartiger Versuch nie von den Siedlern selbst durchgeführt werden kann, steht außer Frage. Doch habe ich! die Hoffnung noch nicht aufgegeben, daß die Mittel zur Durchführung des Versuches doch noch von der einen oder anderen Seite zur Verfügung gestellt werden. Versuche durch Aufkreuzung mit einer bestimmten Rasse ein neues Zuchtprodukt zu schaffen, sind selbstverständlich, wenn auch langwierig, so doch möglich, insbesondere dann, wenn sie systematisch durchgeführt und die Gesetze der MendePschen Vererbungslehre nicht außer Acht gelassen werden;. Daß aber seLbst dann solche Krieuzungsversuche schwerste Gefahren, die sich in Enttäuschungen und Geldopfern auswirken, mit sich bringen, zeigen gerade hier in Ostpreußen manche Mißerfolge der letzten 20 Jahre in der Kreuzung der warmblütigen Ostpreußenpferde mit den kaltblütigen Belgiern, trotzdem diesen ostpreußischen Bauein eine jahrhundertelange Zuchterfahrung zur Verfügung stand. Gründungstatigkeit. Von Dr. J. A, Tel-Aviv. Von der Mandatsregierung Palästinas sind im August 1934 insgesamt 128 neue Firmengründungen amtlich bekanntgegeben worden. Darunter befinden sich 27 Genossenschaften („Co-operative Societies"), 39 Aktiengesellschaften (,,Companies") und 62 offene Handelsgesellschaften („Partnerships"). Da Palästina bis heute noch kein allgemeines Handelsregister nach europäischem Vorbilde besitzt, wie es beispielsweise gegenwärtig im benachbarten Aegypten eingeführt wird, sondern lediglich die Genossenschaften in einem zentralen; Genossenschaftsregister, die Aktiengesellschaften in einem gleichfalls zentralen Aktiengesellschaftsregister und die offenen Handelsgesellschaften bei den zuständigen Distriktsgerichten (Jerusalem, Jaffa und Haifa) registriert, so werden die Geschäftsgründungen von Einzelkäufleuten noch nicht auf diesem Wege mit erfaßt. Unter den 27 Genossenschafts-Neugründungen befanden sich zwei landwirtschaftliche Siedlungen, zwei vorstädtische Arbeitersiedlungen, zwei Wohnungsbaugenossenschaften, 11 Wasserleitungs- und Bewässerungsgenossenschaften, drei genossenschaftliche Fabriken (Fleischerei, Ziegel- und Zementwaren-Herstellung, Fabrikation von Möbeln nach Wiener Art), drei Transportgenossenschaften, drei Spar- und Kreditgenossenschaften und ein Konsumverein.

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