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Palästina · 1934-10-01 · Heft 10 (Oktober 1934) · p. Seite 420

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 10 (Oktober 1934)
Article
Ergebnisse und Tendenzen
Date
1934-10-01
Page
Seite 420 (sequence 5)
Language
German
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Siedler, von privatem Gevrinnstreben und van kooperativem Zusammenwirken (Kooperative des Materialeinkaufs, des Produktenverkaufs, der Milchwirtschaft usw.) nach sehr verständigen Richtlinien zu realisieren sucht.;> Gerade diese Bemühungen um den neuen Typ der gemischt-wirtschaftlichienj Bauemstelle sind für den Aufbau des jüdischen Palästina von allergrößter Bedeutung. Es wäre das Ende aller nationalen Hoffnungen, wenn wir Juden auch! hier in Palästina unaufhaltsam einseitig „verstädtern" und unser Heil — wie im Altertum in der Weltstadt Alexandrien — Jieute nur in Tel-Aviv, Rehavia* Hadar-Hakarmel erblicken wollten. Die reine Orangenwirtschaft hat sich demgegenüber nicht als genügender Schutzwall erwiesen. Man kann als Pardeß- Besitzer auch mitten in Tel-Aviv wohnen. Plantagen-Eigentümer und wirklicher Bauer ist also nicht immer dasselbe. Andererseits erscheint die weitere Ausdehnung der „Moschawe Owdim" (Kleinbauernsiedlungen ohne fremde Mitarbeit) und der „Kwuzoth" (Landarbeiter-Produktivgenossenschaften) bisherigen Stils aus verschiedenen Gründen sozialer und finanzieller, organisatorischer und technischer Natur da und dort praktisch begrenzt — wenigstens insoweit man den Maßstab wirklicher Masseneinwanderung anlegt. Soll die Masseneinr wanderung, zumal auch die der Klein- und Mittelkapitalisten, nicht ausschließr1 lich den Städten zuströmen, sonidern das ganze Lanjd mit neuien Sibdlungsjpunkten bedecken, so ist heute der intensive Landwirtschaftsbetrieb des Mittel'- stände*, die richtige Bauternsteile, das vornehmste Ziel. Dije Lebensfähigkeit? dieser Betriebsform in Palästina ist voll erwiesen. Ihne Verwirklichung bildet den Hauptinhalt des jüdischen Agrarproblems, zugleich aber auch das stärkste Stimulans des agrarischen Fortschrittes überhaupt in diesem Lande;. 2. Viehzütchterische Zeitfragen. Von Tierarzt Dr. Priebatsjch, Allenstein. In Heft 4/5, S. 200 dieser Zeitschrift befindet sich ein Referat über einen am 7. Februar 1934 im „Boust'nai" erschienenen Artikel, in welchem Herr M. Schulmann (Javniel) die Frage zur Diskussion stellt, ob in der Viehwirtschaft die intensive oder die extensive Wirtschaftsform für unsere jüdischen Kolonisten geeigneter ist. Er kommt zu dem Schluß, daß selbst, wenn sogar jetzt imGalil, wo noch genügend Weideland zur Verfügung steht, in den letzten vier Jahren, angeblich infolge der Dürre, die intensive Bewirtschaftungsform mit Hochzuchttieren bevorzugt wird, diese Frage doch nochnicht restlos geklärii ist, weil infolge des immer weiter zunehmenden Düngermangels dieser Posten bald eine Haupteinnahme des Bauern bilden wird, und von diesem Gesichts^ punkte aus gesehen, 5—6 Araberkühe dem Bauern eine größere Einnahme bringen werden, als eine Rassekuh. Diese Ausführungen gehen von der falschen Voraussetzung aus, daß die von den einzelnen Tieren produzierten Dungmengen im großen ganzen nicht voneinander differieren. Das Gegenteil ist aber der Fall. Die von einem Rinde produzierte Dungmenge ist absolut abhängig von der Trockensubstanz der Nahrungsmenge, die dieses Tier aufnimmt, und läßt sich jeweils genau errechnen. In einer im Jahre 1929 von Herrn Dr. Schwager in dieser Zeitschrift veröffentlichen Berechnung über die Haltungskosten und den Ertrag intensiv gehaltener Milchkühe, stellt er fest, daß bei einer Damlaszenerkuh! mit einem

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