Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1934)
- Article
- Tauteiche
- Date
- 1934-08-01
- Page
- Seite 338 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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der (dazu noch, bedeutend .größeren) Tonoberfläche niedergeschlagen wird. Im Laufe einer Nacht wird der Teich also immer wieder von selbst autgefüllt. Wird das Wasser des Teiches nicht gebraucht, so legt er sich! automatisch' selber still, indem ja die für den Tau verfügbare Tonfläche um so kleiner1 wird, je höher der Wasserspiegel steigt. Der Tauteich reguliert sich! also selbst. Das alles ist aber nur möglich, wenn der Ton ganz kalt gehalten wird. Das wird dadurch erreicht, daß er durch die Schilf unterläge gegen den Erdboden hin isoliert ist. Stroh und Schilf sind denkbar schlechte Wärmeleiter — solange sie vollkommen trocken sind. Sobald die Strohschicht feucht werden würde, würde sie sofort die Wärme des Erdbodens annehmen und sie der Tonschicht ebenfalls mitteilen — worauf der Teich sofort aufhören würde zu arbeiten, weil sich der Tau nicht mehr in .genügendem Maße auf dem Ton niederschlägt. Das Stroh muß darum .auch am oberen Rande vollkommen mit Ton abgedichtet sein, und die Tonschicht darf nirgendwo durch! einu gerammte Pfähle oder durch Enten und Schwäne verletzt werden. Bleibt die Strohschicht intakt, wird zudem .auch! im heißesten Sommer der kalte isolierte Ton das Wasser stets wundervoll kühl erhalten. Jahrhunderte sind gekommen und gegangen — die Kunst, solche Teiche anzulegen, war in Holstein bereits vergessen. Aber die Tauwassermulden der Ahnen, sorgfältig gerüstet, tränken auch heute noch1 das durstige Vieh, durch das Stroh, das vor zwölf-, vor fünfzehnhundert Jahren mit Ton sorgsam bedeckt wurde — das Stroh ist bis heute trocken und brauchbar geblieben;. Die Investitionen in Bauten 1933. In „Comm. Bulletin" Nr. 4 ist eine Aufstellung über die Bauinvestitionen! des vergangenen Jahres enthalten. Insgesamt wurden investiert (schätzungsweise): 1933 1932 pal. Pfund von Privaten 5,600.732 2,945.708 von öffentlichen Körperschaften 109.975 115.621 5,700.707 3,061.329 Die Investitionen haben sich also fast verdoppelt. Die private Bautätigkeit in den vier wichtigsten Städten war die folgende: 1933 1932 pal. Pfund Jerusalem 2,118.843 1,750.264 Tel-Aviv 1,766.600 600.000 Haifa 1,152.000 318.300 Jaffa 248.600_101.500 5,286.043 2,770.064 Wie ersichtlich, sind 94 o/o der im Jahre 1933 aufgewendeten privaten Bausummen auf diese vier Städte entfallen, die direkt oder indirekt dur-ch die jüdische Aufbauarbeit befruchtet worden sind. Von dem Rest, ca. 314.000 Pfd.' entfallen nur ca. 75.000 Pfund auf die kleineren rein arabischen Städte, das