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Palästina · 1934-08-01 · Heft 8-9 (August 1934) · p. Seite 335

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 8-9 (August 1934)
Article
Die Verbesserung der Viehzucht (2)
Date
1934-08-01
Page
Seite 335 (sequence 2)
Language
German
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Luft und saftige Weiden gewöhnte Oldenburger vollständig, als man versuchte) sie in dem trockenen Südwest-Afrika heimisch zu machen, während andererseits schweizerisches Höhenvieh, dessen Ursprungsland besonders reich an Niederschlägen ist, sich vorzüglich in den feuchten Tropen eingewöhnen konnte. Man lernte dann sehr bald, daß man bei der Auswahl der gewünschten Rassen auf solche Gegenden zurückgreifen mußte, deren Umweltsverhältnisse sich: möglichst wenig von den neuen Umweltsverhältnissen unterscheiden durfte, damit den importierten Tieren, die an sich immer schon nicht leichte Umstellung nicht noch unnötig erschwert würde. Nun komme ich zur Beantwortung der mehrfach an mich gerichteten Frage, weshalb ich die Einfuhrung von Höhenvieh nach Palästina für einen schweren* kaum wieder gutzumachenden Fehler haltet. Vor mir liegt die Werbeschrift einer bekannten schweizerischen Exportfirma, in der das schweizerische Braunvieh als besonders geeignet für den Export nach überseeischen Ländern empfohlen wird. Es heißt in dieser Werbe schrift unter anderem, daß die Höhenlage der in 1200 bis 3000 Meter liegenden Gebirgsweiden und die ausgezeichneten Leistungen des schweizerischen Bauern, in der Viehzucht die besten Voraussetzungen für hohe unft andauernde Leistungen bilden, daß die verdünnte Bergluft und die durch Nahrungssuche auf steiler Weide bedingte Bewegung dem Höhenvieh die Kraft für jede spätere Leistungsbeanspruchung geben, und daß eine Hochzucht dieses Viehs ohne die? regelmäßige Alpung nicht denkbar sei^. Ich stehe nicht an, die Ausführungen dieser Werbeschrift, Wort für Wort, als richtig anzuerkennen. Es heißt dann ferner, daß das Zuchtziel der schweizerischen Braunvieh - Züchtervereinigung auf Milch, Fleisch und Arbeit gerichtet sei, und daß in den letzten Jahren auf die Milchleistung besonderer Wert gelegt werde, so daß die Erträge nahezu an die Durchschnittsleistung der einseitig auf Milch! ge-i züchteten Niederungsrassen herain^eicht. Als Spitzenleistung bei Kontroll ab- Schlüssen in der Schweiz werden über 7000 kg Milch mit 200 kg Fett nachgewiesen. Die Bestleistung brachte die Kuh Maggie mit 9663 kg Milch, 3,8 o/o Fett 362 kg Milch-Fett, L Vergleichsweise bringe ich den Durchschnittsjahresertrag von den Leistung«.- kühen des Insterburger-HoUänder-FIerdhuchvereins mit 9005 kg Milch, 3,7 o/o- Fett — 333 Milch-Fett und die Spitzenleistung der Kuh Quappe der Ostpreußischen Hoiiänder-Herdbuchgesellscliaft mit 14.708 kg Milch, 3,92 o/0 Fett 577 kg Milch-Fett. In Holland werden ebenso hohe Zahlen erreicht, aber auch im Erez sollen schwarz-weiße Tieflandrinder und deren Kreuzungsprodukte bis zu 8000 kg Milch und darüber hervorbringen. Wie liegen nun die Verhältnisse im Erez? Als vor ca. 15 Jahren die ersten europäischen Rinder eingeführt werden sollten, war es, glaube ich, Dr. Siegfried Hirsch, der jetzige Tierzuchtlehrer an der landwirtschaftlichen Kadoori-Schule, der mit Recht als Erster auf die au£ höchste Milchleistung gezüchteten schwarz - weißen Tieflandrinder aufmerksam machte, da ja schon damals ebenso wie auch für die nächsten Jahrzehnte: für Arbeitsleistung und Fleischerzeugung in den jüdischen Kolonien aus Grün»- den, die zu erörtern, nicht hierher gehören, kein Raum ist. Daß -die Siedler mit dieser Wahl Glück hatten, beweisen die Erfolge, die sowohl in der Reinzucht, wie auch in deu Kreuzungen erzielt worden sind. Die

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