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Palästina · 1934-08-01 · Heft 8-9 (August 1934) · p. Seite 334

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 8-9 (August 1934)
Article
Mietgesetz, Baubewegung, Baukosten
Date
1934-08-01
Page
Seite 334 (sequence 10)
Language
German
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334 Zwei weitere wesentliche Faktoren für die Entwicklung des Baumarktes — die politische und die wirtschaftliche Lage — können in diesem Zusammenhang nicht behandelt werden. Die Verbesserung der Viehzucht. (II). Von Dr. Priebatsch, Tierarzt, Allenstein, Meine erste Veröffentlichung über obiges Thema*) hat, wie mir verschiedene Zuschriften beweisen, ein viel größeres Interesse hervorgerufen, als ich selbst erwartet habe. Ich halte es deshalb für angebracht, erneut auf dieses Thema zurückzukommen, insbesondere nachdem ich in einem Eingesandt an die Jüdische Rundschau vor der Einfuhrung schweizerischen Höhenviehs gewarnt habe. Um auch dem Laien meine weiteren Ausführungen verständlich zu machen, muß ich etwas ausholen. Der Zweck einer systematischen Viehzucht ist, durch geeignete Auswahl der Elterntiere bei den Naichkommen bestimmte Höchstleistungen hervorzubringen. Die Zielrichtungen dieser Auslese bewegen sich beim Vieh auf Höchstleistung in Milch, Fleisch oder Arbeit. Das Ideal einer systematischen Viehzucht wäre demnach eine Rasse herauszubilden, die in allen drei Richtungen gleichzeitig, das Bestmögliche erreicht. Es ist eine bekannte Tatsache, daß von allen viehjzuclittreibenden Ländern, die Schweiz diesem Ideal am nächsten kommt. Nun bedingen aber die örtlichen Verhältnisse häufig, daß die eine oder1 andere Zuchtzielrichtung absichtlich! zu gunsten der anideren ganz oder teilweise vernachlässigt wird. Das bedeutet z. B., daß, wenn in einer Gegend wegen intensiver Bodenbewirtschaftung oder anderer Gründe auf die Mitarbeit des Rindes als Arbeitstier kein Wert gelegt wird, dann wird auch auf die Herauszüehtung eines robusten, starken Knjochengerüstes verzichtet -und die Ziel-' richtung des Züchters sich mehr auf die Herausbildung eines Milch- und Fleisehtyps oder auf einen dieser beiden Typen konzentrieren. Man unter-* scheidet ferner je nach den Aufzuchtsgebieten sogenannte Höhen- und Niederungsrassen. Während noch bis vor wenigen Jahrzehnten die Niederungsrassen als Vertreter der Milch- und Fleischtiere und die Höhenrassen als Vertreter der Fleisch- und Arbeitstypen galten, haben seit ungefähr 50 Jahren auch die Hclienviehzüchter angefangen, erhöhten Wert auf die Milcherzeugung zu legen, Sie haben damit sehr beachtenswerte Erfolge erzielt, auch wenn sie nicht an die schon immer in der Hauptsache auf Milchleistung gezüchteten Niederungs'- rassen herankommenj. Bei den im vorigen Jahrhundert aufgetretenen Versuchen auch; in außereuropäischen Ländern nach europäischen Richtlinien eigene Viehzuchten aufzubauen, war es selbstverständlich, daß man auf die bewährten europäischen; Rinderrassen zurückgriff. Man wählte natürlich in den verschiedenen Ländern diejenigen Rassen aus, deren Zuchtzielrichtung von jeher in der Linie lag, die man selbst erreichen wollte. Während man aber hierbei in dem einen Lande zu hervorragenden Erfolgen kam, hatten dieselben Versuche mit den gleichen, Rassen in anderen Ländern schwere Mißerfolge. So versagten z. B. an feuchte *) Siehe den Artikel I in Nr. 2/3 d. J.

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