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Palästina · 1934-08-01 · Heft 8-9 (August 1934) · p. Seite 328

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 8-9 (August 1934)
Article
Mietgesetz, Baubewegung, Baukosten
Date
1934-08-01
Page
Seite 328 (sequence 4)
Language
German
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fester Vertrag noch nicht vorlag. Der Sinn des Gesetzes war also ganz klar darauf gerichtet, den Mieter, dessen Einkommen im Durchschnitt im letztem Jahr bei weitem nicht so gestiegen war, wie die Mietsforderungein, vor einer übermäßigen Ausbeutung zu schützen. Vorweg kann betont werden, daß die Bestimmungen des Gesetzes nicht in jeder Hinsicht zweckentsprechend sfind. Es ist z. B. wirtschaftlich unlogisch, die Mieten in Tel-Aviv und Jaffa zu regulieren, die Vorstädte aber, wie z. B. Ramath Gan etcj. nicht in diese Regelung einzubeziehen. Auf diese Weise wird der unnatürliche Zustand, daß das Wohnen in der Vorstadt teurer ist als in der Stadt und damit eine volkswirtH schaftlich unzweckmäßige Ko'nzentrierung der Bevölkerung im Stadtgebiet erreicht. Ebenso ist es auch volkswirtschaftlich schädlich, daß die Regelung schematisch nach Wohnzimmern vorgenommen wird. Da anzunehmen ist, daß bei einer Fortdauer der gegenwärtigen Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt das Gesetz, dessen Laufzeit bis Mucharim 1935 festgelegt ist, zu jenem Ter-> min verlängert wird und dann auch die jetzt errichteten Neubauten einbezogen werden, so liegt es im Interesse des Bauherrn, möglichst Wohnungen mit großer Zimmerzahl zu bauen, da auf diese Weise die Mietseingänge erhöht werden. Bei Kleinwohnungen geht entsprechend mehr von der Baufläche für Korridor, Badezimmer, Küche und Toilette verloren als bei Großwohnungen, wodurch der schon bisher bestehende Mangel an 2—3 Zünmerwohnungen noch verstärkt wird. IV. Bevor auf die Frage des Zinsertrages eingegangen werden kann, muß zuerst die Entwicklung der Baukosten betrachtet werden. Hierbei handelt es sich sowohl um einen Vergleich der Preise der jetzigen Hochkonjunkturperiode mit jener Zeit unmittelbar vor dem Einsetzen der starken Baukonjunkn tur, in der die Preise als normal angesehen werden können, als auch Um den Anteil der einzelnen Bauausgaben an den Gesamtkosten, sowie die Entwicklung dieser einzelnen Kosten in den letzten Jahren. Für den ersten Vergleich sind die Preise im Frühjahr 1932 den Plreisen des Frühjahrs 1934 gegenübergestellt. Die Bauausgaben zerfallen im wesentlichen in folgende drei Gruppen: 1. Kosten des Bauplatzes, 2. Kosten der Baumaterialien, 3. Arbeitslohn. Für all diese Vergleiche sind reale Beispiele herangezogen worden, um so der Kalkulation möglichst genaue Unterlagen zu geben. Für die Entwicklung der Bodenpreise sind nachstehende drei Bauplätze charakteristisch. Für einen Bauplatz von 1000 Quadratpic in der Wohnungszone I in Tel-Aviv, für die eine Höchstmiete von 2,50 pal. Pfd. vojrgesejhen wurde, ist jüngst ein Preis von 2,50 pal. Pfd. pro Quadratpic bezahlt worden Für ein benachbartes Grundstück wurde 1932 1 pal. Pfd. pro Quadratpic bezahlt, d. h. die Kosten des Bauplatzes sind in den letzten zwei Jahren um 15 0o/o gestiegen. Bei einem Grundstück von 800 Quadratpic in der Zone II — Höchstmiete 2,25 pal. Pfd. — wurde jetzt mit 1,25 pal. Pfd. der Quadrat!- pic bezahlt, während vor zwei Jahren der Preis ungefähr 0,250 pal. Pfd. pro Quadratpic war. In der Zone III schließlich — Höchstmiete 2,00 pal. Pfd. — wurde für ein besonders gut gelegenes Grundstück von 1000 Quadratpic in den letzten Wochen ein Preis von 1,50 pal. Pfd. pro Quadratpic gegen 0,350 pal. Pfd. pro Quadratpic vor zwei Jahren bezahlt. Bei den beiden letztger

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