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Palästina · 1934-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1934) · p. Seite 271

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1934)
Article
Wirtschaft. Von a. b.
Date
1934-06-01
Page
Seite 271 (sequence 2)
Language
German
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folgt: In den Außenbezirken von 4 sh auf 1 Pfund (20 Schilling) in den Wohn» 27X vierteln von 8 sh auf 2 Pfund, in den Geschäftsvierteln von 15 sh auf 4*/*; Pfund. In einer jüdischen Vorstadt von Jerusalem stieg der Preis von 7 Shilling auf 2 Pfund per Pic in weniger als 4 Monaten. In Haifa ändern sich die Preise nahezu jede Stunde. Ein Bauplatz von 1000 m2 oder weniger im Zentrum von Petach Tikwah, Rechoboth und Chedera wird um 600 Pfund oder mehr verkauft, gegenüber 150 Pfund im Vorjahr und in Kfar Saba, Raanana und Herzlia um 200 Pfund gegenüber 50 in 1932. Nach einem Ueberblick über die Baubewegung in den drei wichtigsten Städten (über die wir schon berichtet haben) sagt Mr. Viteies, daß für viele der Neubauten 60 o/o auf Hypotheken und 40 o/o zu hohen Zinsen kurzfristig ausgeliehen werden. Der Bauwahn zerstört die Ersparnisse des kleinen Mannes: und zieht ihn in ungesunde Kombinationen, denn er muß ja noch für die Einrichtung des Hauses Geld ausgeben und borgen. Die Baukosten haben sich im Laufe des Jahres 1933 enorm verteuert, wie nachfolgende Ziffern zeigen: Kosten per m2 in Tel-Aviv 1932: 4,5 Pfund, 1933: 6 Pfund, Taglohn der Bauarbeiter 1932: 300 Müs, 1933: 450—600 Müs, Fußbodenziegel 1932: 25—30 Müs per m2, 1933: 55—65 Müs per m2, Pflasterer 1932 : 40 Müs per m2, 1933: 55—70 Müs per m2, Betonarbeiter 1932 : 290 Müs per m2, 1933: 650 Müs per m2. Nach Besprechung der Ziffern der Immigration weist Mr. Viteies darauf hin, daß trotz des Mangels an Arbeitern viele Einwtanderer müßig gehen und auf irgend eine leichtere Einnahmsquelle bedacht sind. Die Landwirtschaft wächst nicht, insbesondere nicht der Gemüsebau um die Städte, ja jener der Vorstädte von Tel-Aviv ist verschwunden (die Flächen wurden verbaut). Bei Besprechung der Arbeitsverhältnisse wird erwähnt, daß gegenwärtig nur 4o/o der Industriearbeiter weniger als 4 sh pro Tag erhalten, während 1927 der Perzentsatz noch 96 ausmachte.Tel-Aviv und Haüa ziehen die Arbeiter durch hohe Löhne für Bauarbeiten aus den Kolonien und von Jerusalem ab1. Diese hohen Löhne verursachen auch, daß die niedriger bezahlten Zitriusarbeiter im Scharon ihre Leistungen herabsetzen. Dort machen sie bei einem Lohn von 200 Müs nur 30 Gruben im Tag gegenüber 100, die in Judäa von den Arbeiterin geleistet werden. In diesen kostet das Gießen von 1 m3 Zement 1 Pfund, im Scharon 2 Pfund. Dieser Auszug aus dem Bericht eines so unterrichteten und besonnenen Wirtschaftspolitikers zeigt deutlich, daß die ernsteren Kreise des Ji&chuw gewisse ungesunde Erscheinungen im Wirtschaftsleben des Landes sehr deutlich wahrnehmen. Wir haben schon in der Rundschau „Wirtschaft" in Nr. 1 dieses Jahres auf die einzelnen Faktoren hingewiesen, die das Wirtschaftsleben des Landes von heute bestimmen (siehe auch den Artikel von David Hörovitz in dieser Nummer). Ergänzend seien noch einige Betrachtungen zur Lage hinzugefügt. Ihre genaue Analyse ist unmöglich, weü für eine solche eine ganze Reihe von Daten fehlen. Es ist von vielen Seiten darauf hingewiesen worden, daß die Landwirtschaft (abgesehen von den auf Export eingestellten Pflanzungen) nicht im entferntesten in der Weise wächst, wie d,ie Städte. Dies ist vom zionistische!* Standpunkt aus sehr bedauernswert. Vom rein ökonomischen aber ist es kein sofort bedenkliches Symptom. Von diesem aus ist es vorläufig irrelevant, ob der Konsum der Städte mehr aus der arabischen Landwirtschaft unid dem Import

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