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Palästina · 1934-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1934) · p. Seite 270

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1934)
Article
Politik. Von Spectator.
Date
1934-06-01
Page
Seite 270 (sequence 5)
Language
German
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Jordanien kritisch und die Vereinigung Transjordaniens mit Palästina — wenn auch nicht unter einem arabischen König — ist ein dringendes Postulat der Juden, deren Lebensraum in Westpalästina allmählich zu eng wird. Man muß abwarten, ob die Anfang Juli begonnenen Verhandlungen der Mandatskommission des Völkerbundes in Genf, bei denen die Mandatarmacht durch den Chefsekretär der Palästina-Regierung vertreten sein wird, neue Aufklärungen über die Absichten Englands bringen werden. WIRTSCHAFT. Von a. b. Das Anhalten der Aufbaukonjunktur, die sich vorläufig weiter zu entwickeln scheint und über deren Wesen der ArtikeH Von David Horovitz in dieser Nummer handelt, läßt nur selten eine kritische Stimme aufkommen. Eine solche ertönt aus den wohlabgewogenen Bemerkungen von Harry Viteies, dem Leiter der Zentralbank für kooperative Institutionen, die er dem eben erschienenen Jahresbericht für 1932/1933 (siehe Rubrik „Fonds und Institutionen") voranschickt. (Geschrieben im Januar dieses Jahres.) Einige interessante Stellen aus diesem Bericht wollen wir nachstehend zitieren: Ueber die Erhöhung des Lebensstandards: Die Bewohner Palästinas leben nicht mehr so einfach und bescheiden, wie frühier; Läden, Restaurants und Cafes sind namentlich in Tel-Aviv und Haifa überfüllt; Sitze für Theater und Konzerte müssen im Vorhinein gekauft werden. Erstklassige Musiker und Tänzer lassen Palästina nicht mehr links liegen. Während des Jahres 1933 sind Dutzende eleganter neuer Läden für feineren Bedarf aller Art in den Städten eröffnet worden, sogar auch in größeren Kolonien. (Siejie auch' den Artikel „Der Einzelhandel in Palästina" in dieser Nummer.) Die Versuchung, Geld auszugeben, ist groß, insbesondere, da Kredit leicht gewährt wird. Es ist zweifelhaft, ob Ausgaben für nicht wichtige Artikel für Palästina gut sind, das ein Land im Wierjden und mit einem niedrigen Lebensstandard ist. Der durchschnittliche Handwerker, Angestellte und selbst Arbeiter spart heute; viel weniger als noch vor drei Jahren. Dies nicht nur wegen dieser überflüssigen Ausgaben, sondern auch wegen der Erhöhung der Mieten. Die Boomstimmung und die SpekuLationssucht hat alle Kreise der Bevölkerung erfaßt. Mr. Viteies schildert dann die Folgen der Trockenheit, die den scharfen Rückgang des Exportes und die Zunahme des Importes von Agrarprodukten begünstigen. (Letzterer stieg natürlich auch wegen der großen Einwanderung.) Im Jahre 1933 importierte Palästina z. B. über 34 Millionen Eier (gegen 18 Millionen 1932) im Werte von 53.000 Pfund, 34 Millionen Liter Milch (Milchprodukte umgerechnet) gegen 27 Millionen im Vorjahre usw. Die Mandtelernte war nur ein Zehntel der normalen — diese Frucht verschwindet mehr und mehr, die Weinernte ging von 14.000 Kantars (1932) auf 8000 zurück, jene von Tafeltrauben um 60o/o, doch wurde dies durch Erhöhung der Preise von 13 auf 19 Pfund per Tonne ausgeglichen. Nach einem Ueberblick über die anderen Zweige der Landwirtschaft wendet sich der Autor dem Bauwesen zu. Die B o d e n p r e i s e, die seit Mai 1933 gestiegen sind, sollen gegenwärtig (geschrieben im Januar 1934) stationär sein. Doch zahlt man noch immer für 1 Acre (4 Dunam) Boden im Zentrum von Tel-Aviv 35.000 Pfund. Während der zweiten Hälfte 1933 stiegen in Tel-Aviv die Preise für ein Pic (0,6 m2) wie

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