Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 6-7 (Juni 1934)
- Article
- Der Einzelhandel in Palästina
- Date
- 1934-06-01
- Page
- Seite 260 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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positive Mitarbeit am Aufbau des Landes anzuerkennen. Ein fortschrittlicher, rationeller, werbefreudiger Einzelhandel ist im besonderen unentbehrlich, wenn man den eifrig ausgebauten neuen Industrien Palästinas einen aufnahmefähigen Binnenmarkt verschaffen will. Der Holzmarkt in Palästina. Von K. B. Hameiri, Tel-Aviv. Einem Artikel über dieses Thema, der in der Fachzeitschrift „Internationaler Holzmarkt", Wien, erschien, entnehmen wir folgende Daten: Nach offiziellen Daten stellt sich der Bedarf wie folgt dar: I. Bauholz. Für Bauzwecke hat man bis in die letzte Zeit hinein vorwiegend Kiefer- Borovi, hauptsächlich aus Rußland importiert, benützt. Dieses Kiefernmaterial ist zwar um ca. 50o/o teurer als die sonstige „Syrische Orientware" (Fichte und Tanne). Die hiesigen halbtropischen Witterungsverhältnisse machen es aber verständlich, daß Kiefer beliebter ist als Fichte und Tanne. Nachdem es aber in jüngster Zeit immer schwerer gefallen ist, Kiefer in der nötigen Menge und auch genügend rasch zu erhalten — es ist nicht immer geh nügend Zeit vorhanden, die rapide Bautätigkeit entsprechejnd zu versorgen — wird Kiefer von der Fichte und Tanne immer mehr verdrängt. Heute wird nicht einmal mehr ein Drittel des Bedarfes in Kiefer geliefert. Die Importdaten an Bauholz sind folgende: 1932 wurden über die Hafenstadt Jaffa 56.000 m3 1932 wurden über die Hafenstadt Haifa 18.000 m 3 zusammen 74.000 m3 1933 wurden über die Hafenstadt Jaffa 86.000 m3 1933 wurden über die Hafenstadt Haifa 29.000 m3 zusammen 115.000 m3 ins Land gebracht. Das Mehr umfaßt somit rund 55o/o. Unter den Importländern steht Rumänien an erster Stelle, dann folgen Polen, Rußland, die Tschechoslowakei, Finnland, Oesterreich usw. Die Qualitätsvorschriften sind im großen und ganzen bescheiden. Man kauft die sogenannte „Syrische Orientware", die der ungarisejhen guten V,-VI. Klasse entspricht. Die Preise sind heute eif hiesigem Hafen ca. 2,2 bis 2,3 Pfund, bei Lieferung vom Produzenten und bei Barzahlung. Importeure, die persönlich in Galatz oder sonst in Rumänien oder Polen zu fob-Bedingungen einkaufen, machen jedenfalls Zwischenverdienste. Diese verkaufen dann hier schon verzollt zu 2,13 bis 2,15 Pfund, gegen drei- bis viermonatiges Akzept, 3 und 3,50 m-Ware wird stark gesucht. II. Orangenkistenware. Von der Bauware wird sehr viel 18 mm starkes Material für Orangenkisten verwendet, die bereits hier im eigenen Lande erzeugt werden. Heute kann 260