Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 4-5 (April 1934)
- Article
- Register für Kooperativen [Nachricht]
- Date
- 1934-04-01
- Page
- Seite 189 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2379786-2379916-2379920-2400521--17368-2400832- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Transport Konsum Berufsgenossenschaften Versicherungen Kontroll-Genossenschaften 36 15 11 3 1 189 464 Unter den Ansiedlungsgenossenschaften befindet sich eine deutsche, unter, den Produkten-Versorgung- und Verkaufsgesellschaften ist eine deutsche und eine arabische zu zählen. Die Orangenverkaufsgenossenschaften haben in ihrer Mitte zwei arabische. Auch unter den Transportgenossenschaften (Reisetransport) sind fünf arabische Genossenschaften registriert. Die Berufsgenossenschaften haben nur eine arabische zu verzeichnen. Im Lande besteht außerdem eine Reihe von Genossenschaften, die nicht bei der Regierung eingetragen sind. Sie arbeiten nach dem althergebrachten Prinzip eines Kompagniegeschäftes, genannt „Schutfut". Mieterschutz. Die Regierung hat eine Kommission eingesetzt, um diese Frage zu untersuchen. Ihr Bericht ist inzwischen veröffentlicht worden (Off. Gazette vom 26. März). Wir entnehmen diesem interessanten Bericht folgende Daten: In T e 1 - A v i v begann die Aufwärtsbewegung der Mieten im April und Mai 1933, stieg im Juli scharf an und setzte sich bis Ende Februar 1934, dem Zeitpunkt der Abfassung des Berichts, ununterbrochen fort. Die durchschnittliche Steigerung betrug 40 bis 50o/o, wobei die Grenze nach unten mit etwa .20o/o, die Grenze nach oben mit etwa 80o/o anzunehmen ist. Als Ursachen für die rasche Steigerung gibt der Bericht an: 1. Das Anwachsen der Bevölkerung Tel-Avivs von 50.000 Personen Ende 1931 auf 85.000 Anfang 1934. 2. Das Zurückbleiben der Wohnungszunahme hinter der Bevölkerungszunahme, obwohl monatlich ca. 1000 neue Räume fertiggestellt werden. 3. Das Bedürfnis der Einwanderer mit Kapital nach Wohnungen, die den Lebensgewohnheiten dieser Einwanderer entsprechen, und für die sie bereit sind, jede noch so übersteigerte Preisforderung zu bewilligen. 4. Die rapide Bodenwertsteigerung, die die Kosten der fertigen Gebäude in die Höhe treibt. 5. Der Mangel an gelernten Bauarbeitern und die dadurch bedingte Lohnsteigerung. Für Läden treten noch folgende besondere Ursachen hinzu: 1. Die Notwendigkeit für die neuen Einwanderer, sich selbst im Handel zu betätigen. 2. Das Gefühl für die wirtschaftliche Blüte Tel-Avivs, das die Preissteigerung gerechtfertigt erscheinen läßt. 3. Die Vergrößerung des Stadtzentrums. Die Baukosten eines dreistöckigen Hauses in Tel-Aviv betragen zurzeit zwischen 200 bis 250 Pfund pro Zimmer. Bei einer Vermietung zu 2x/2 Pfund pro Zimmer verzinst sich nach Abzug von Steuern, Reparaturen usw. das investierte Kapital mit 8—9o/0. Hat der Eigentümer den Boden besonders billig erworben und zu einer Zeit niedrigerer Baukosten gebaut, so ist seine Rente; erheblich höher. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, daß die Eigentümer «alter Häuser Depressionsperioden durchgemacht haben. Verteilt man daher