Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 4-5 (April 1934)
- Article
- Zur Lage der palästinensischen Eisenwirtschaft
- Date
- 1934-04-01
- Page
- Seite 159 (sequence 2)
- Language
- German
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Jahre eine ganz beträchtliche Veränderung eingetreten. Wir haben eingeführt in Tonnen: 1. I. bis 1929 1930 1931 1932 30.IX19J Roheisen 224 109 79 328 631 Rund- und Winkeleisen 11.727 10.849 10.606 13.201 23.484 Träger 3.999 4.740 5.387 6.369 8.248 Verzinkte Bleche 795 1.450 1.715 1.214 1.671 Schwarzbleche und Platten 593 752 557 1.059 1.116 Weißblech 126 554 1.376 1.467 1.249 Eisenrohre und Verbindungsstücke aller Art 6.062 4.980 4.670 6.419 8.529 Draht aller Art 654 855 735 1.495 2.269 Emaillierte Eisenwaren 149 136 133 126 101 Eisennägel und Schrauben 633 1.424 907 1.139 786 Sonstige Eisenwaren *) 2.230 1.490 1.350 1.120 1.560 27.192 27.339 27.515 33.938 49.644 Mit den oben angegebenen Einfuhrziffeirn ist aber die Eiseninvestition Palästinas noch nicht erschöpft. Eine solche erfolgt auch! auf Grund der Einfuhr von Werkzeugen, Maschinen und Fahrzeugen. Diejse Einfuhr wird in unserer Statistik nur wertmäßig angegeben. Es lassen sich hiefür auf Grund von I>urchschnittspreisen während der oben angegebenen Jahre aber ebenfalls annähernde Mengen errechnen. Tut man das — die Einzelheiten dieses Verfahrens sollen hier aus Raumgründen nicht dargestellt werden — so gelangt man zu folgenden Gesamtinvestitionen des Landes an Eisen und Stahl in jeder Form: 1929 1930 1931 1932 1.1. bis 30. IX. 1933 Ganzes Jahr 1933 30.000 t 30.000 t 30.000 t 36.000 t 54.000 t 72.000 t (geschätzt) Das heißt also, daß die Eiseninvestition Palästinas gegenwärtig einen Stand von ungefähr 72.000 t im Jahre hat, was gegenüber dem Jahre 1932 ziemlich 'genau eine Verdoppelung bedeutet und gegenüber den vorangegangenen Jahren eine Steigerung um fast das Zweieinhalbfache. Pro Kopf der Bevölkerung ist die Investition von ungefähr 25 bis 27 KiJ.o in den Jahren 1929 bis 1931 auf rund 70 Kilo im Jahre 1933 gestiegen. Demgegenüber muß nun allerdings festgestellt werden, daß von der Eiseninvestition überall ein gewisser Verlust durch Rosten (Korrosion) abzuziehen ist. Bedauerlicherweise ist der Prozentsatz, den wir hierfür in Palästina anzusetzen haben, zur Zeit noch sehr groß. Die Verwendung von wirksamen Rostschutzmitteln liegt bei uns noch ziemlich im Argen. Infolgedessen ist dieser Verlust bei uns höher als er eigentlich sein müßte. Wir wollen uns mit dieser allgemeinen Feststellung zunächst einmal begnügen und unter dem Vorbehalt, der hierdurch notwendig wird, darauf hinweisen, daß die palästinensische Eiseninvestition auf den Kopf der Bevölkerung berechnet, im Jahre 1933 immerhin bereits Ziffern erreicht hat, die in den Dimensionen einen Vergleich mit einer Reihe europäischer Länder aushalten. Freilich ist es nicht ohne Belang für die Beurteilung unserer eisen- *) Die palästinensische Einfuhrstatistik gibt in dieser Position nur die Werte, nicht aber die Mengen an. Diese sind hier auf Grund errechenbarer Durchschnittspreise annähernd festgestellt worden.