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Palästina · 1934-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1934) · p. Seite 131

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Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 2-3 (Februar 1934)
Article
Die Lage [Nachricht]
Date
1934-02-01
Page
Seite 131 (sequence 3)
Language
German
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der Preisbewegung in Erez Israel nicht zurückzuschrecken. Für die Lage in den Dörfern ist es charakteristisch, daß fast in jeder Kwuzah bereits jetzt mehr Arbeitskräfte vorhanden sind, als bei Abschluß der Verträge für das betreffende Dorf vorgesehen war. Die Bebauung ist so intensiv geworden, daß schon jetzt auf dem vorhandenen Boden eine größere Anzahl von Familien leben können. Die Schwierigkeit liegt fast überall nur an der Notwendigkeit, für die neu Hinzugekommenen geeignete Wohnräume zu schaffen. Diese Intensivierung der Landwirtschaft — besonders wenn die Bewässerungsverhältnisse verbessert werden — wird es in Kurzem den Dörfern außerordentlich erleichtern, die vomKeren Hajessod erhaltenen Betriebsdarlehen und die Pacht für den Boden an den Keren Kajemeth zu zahlen. Nachdem bis Ende Dezember eine ungewöhnliche Trockenheit bei hoher Temperatur geherrscht hat, haben die letzten 14 Tage viel Regen gebracht, so daß die Aussichten für die Ernte normal geworden sind. Die außergewöhnlich hohe Einwanderung der letzten beiden Jahre hat naturgemäß die kulturelle Einordnung der Einwanderer erschwert. Man hört jetzt wieder sehr viel mehr fremde Sprachen als zur Zeit der Stockung der Einwanderung. Unter den Einwanderern ist eine unverhältnismäßig kleine Zahl von Kindern und eine unverhältnismäßig große Zahl von Erwachsenen im Alter von 18 bis 40 Jahren. Schon die Einordnung der Kinder macht Schwierigkeiten, deren Mehrheit kennt die hebräische Sprache überhaupt nicht oder nur die ersten Anfangsgründe. An vielen Plätzen sind besondere Hilfskurse eingerichtet worden, um den Eintritt der neu eingewanderten Kinder in die bestehenden Schulen zu erleichtern. Noch schwieriger ist die Situation unter den Erwach« senen. Wir dürfen aber davon ausgehen, daß die Entwicklung auch diesmal dieselbe sein wird, wie in früheren Jahren stärkerer Einwanderung, wo die Gesellschaft, insbesondere in Tel-Aviv nach einem gewissen Rückschlag allmählich wieder ein stärkeres hebräisches Aussehen bekam. Die obigen Bemerkungen über die wirtschaftliche und kulturelle Einordnung der neuen Einwanderer, gilt auch für die Einwanderung aus Deutschland. Seit dem 1. April 1933 sind aus Deutschland ungefähr 9000 Menschen gekommen. Die Zahl der neuen Einwanderer beträgt in Jerusalem zirka 1000, in Haifa ebenfalls 1000, in den Dörfern und kleineren Städten ca. 2000. Die zweite Hälfte entfällt auf Tel- Aviv. Auch die Einwanderer aus Deutschland haben sich in starkem Maße eingeordnet und bemühen sich um ihre Hebräisierung und wie unbefangene Beobachter behaupten, in schnellerem Tempo als frühere Einwanderergruppen. Die starke Einwanderung aus Deutschland verändert die Zusammensetzung des jüdischen Jischuw zahlenmäßig außerordentlich. Einschließlich der schon früher aus Deutschland Gekommenen, dürfte die Zahl der Juden aus Deutschland in Erez Israel jetzt ca. 11.000 betragen. Das sind ungefähr 8 o/o aller Einwanderer seit dem Jahre 1919. Diese Zahl erhält ihre Beleuchtung dadurch, daß die sechs Mal stärkere polnische Juderiheit auch nur einen dem entsprechenden Anteil an dem jüdischen Jischuw in Erez Israel hat, nämlich ca. 70.000 A. H. Ansiedlung deutscher Juden, Das Palästina-Amt Berlin, landwirtschaftliche Abteilung, hat durch Verhandlungen mit der Gesellschaft für landwirtschaftliche Unternehmungen „Jachin" (Tel-Aviv) erreicht, daß eine Anzahl weiterer Siedlerstellen auf Keren Kajemeth-Boden im Gebiete von Wadi

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