Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 2-3 (Februar 1934)
- Article
- Die Lage [Nachricht]
- Date
- 1934-02-01
- Page
- Seite 129 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Doch enthält das Buch Neumanns viel gut fundiertes „Tatsächliches" vom Palästinaaufbau, während der Reiz der Schrift von Rabbiner Dr. Goldschmied in der lebendigen Verknüpfung der Gegenwart mit der biblischen und nachbiblischen Vergangenheit liegt. a. 1. Palestine and Middle East, Touristennummer 1934, Tel-Aviv— wie alljährlich ediert diese Zeitschrift auch heuer wieder, diesmal anläßlich der Messe eine besonders schön illustrierte Touristemvnmmer. Sie enthält zahlreiche Artikel über Touren und Stätten im Lande, sowie einige Fachberichte. The Manchester Guardian Commercial, Sonderheft Palestine, 1933, S. 44. — Diese rühmlichst bekannte Zeitung Jiat ein sehr schönes Heft über Palästina herausgegeben, das mit vielen Abbildungen geschmückt ist. Zahlreiche Mitarbeiter von Ruf, wie Hoofien, Heron, Kliegler, Lord Melchett, Tolkowsky, Viteies, Ben Zwi, geben ein Bild des heutigen Standes der jüdischen Arbeit im Lande. Palästina. Wirtschaft und Verwaltung. Das American Economic Committee for Palestine, Tel-Aviv (POB 52), das die vereinigten Informationsbüros leitet, hat unter diesem Titel ein kleines Büchlein von 32 Seiten mit den notwendigsten Informationen zusammengestellt. Es ist bei dem Komitee um den Preis von 25 Mils zu beziehen. Wirtschafts-Informationen. DIE LAGE. Ein leitender Funktionär der Jewish Agency sendet uns als Ergänzung zu dem von uns veröffentlichten Ziffern- und Tatsachenmaterial einen zusammenfassenden Bericht über die Lage, dem wir folgendes entnehmen: Das Jahr 1933 hatte eine Einwanderung von 35.000 Juden. Die Regie* rung schätzt die Zahl sogar auf 38.000. Die Zahl der Auswanderer und Rückwanderer war sehr gering. Dagegen betrug die natürliche Vermehrung der jüdischen Bevölkerung mindestens 4000 Seelen. Infolgedessen beträgt die Zahl der Juden in Erez Israel per 1. Jänner 1934 mindestens 245.000, möglicherweise sogar 250.000. Die jüdische Bevölkerung Erez Israels hat sich damit in den beiden Jahren 1932 und 1933 von ca. 180.000 auf mindestens 245.000, also um 35o/o, vermehrt. Das ist ein auch in den bekannten Immigrationsländern der Vorkriegszeit kaum je erreichter Prozentsatz der Einwanderung. Umso bedeutungsvoller ist die Feststellung, daß der größte Teil dieser Einwanderer im Lande Fuß gefaßt hat. Viele haben natürlieh vorläufig nur provisorische Beschäftigung. Das ist aber die übliche Erscheinung für eine jede Immigrationswelle. Arbeitslosigkeit besteht auch heute nicht. Wenn Einwanderer in Erez Israel nicht innerhalb eines gewissen Zeitraumes Beschäftigung finden, so sind es zumeist Menschen, die sich nicht umstellen können, oder es sind ältere Personen, die dem Leben eines Auswanderers nicht mehr gewachsen sind. Und noch immer fehlt es an allen Ecken und Enden an Artern und Handwerkern. Selbstverständlich liegen dieser Erscheinung, die den starken Gegensatz zwischen dem