Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 2-3 (Februar 1934)
- Article
- [Rezension] / f. m.
- Date
- 1934-02-01
- Page
- Seite 126 (sequence 2)
- Language
- German
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trinen beherrschten läßt, daß er den spezifischen Charakter der jüdischen Renaissancebewegung nicht erkennt und schließlich in einer Auffassung befangen bleibt, die von jener des doktrinären Kommunismus, den er in seinem Buch energisch bekämpft, nicht sehr verschieden ist. f. m. „Hebräisch leicht gemacht." Lehrbuch der hebräischen Sprache zum Selbstunterricht, mit Hilfe der Transkription, von cand. theol. et phiL Michael Patron und Dr. Heinrich Kaufmann. 2. Auflage, Verlag Ludwig Nath, Wien 1934, S. 168. — Zwei für den hebräischen Unterricht vollkommen neue Prinzipien sind diesem Lehrbuch zugrundegelegt. Erstens die psychotechnische Methode, die sich im Unterricht anderer Sprachen in den letzten Jahren schon außerordentlich bewährt hat (das stark verbreitete und sehw geschätzte System Mertner fußt auf ihr) und cjie nji^n von den Verfassern des vorliegenden Lehrbuches erstmalig auch für das Hebräische nutzbar gemacht wurde. Diese Methode bringt gleich vom Anfang an und ohne jede lexikographische oder grammatische Vorbereitung aktuelle, jedermann interessierende Texte aus dem Alltag, vor allem Zeitungsberichte (in unserem Fall geschöpft aus den Zeitungen Palästinas), wobei jedes Wort auf der gleichen Seite übersetzt ist und sich immer wieder übersetzt findet, so oft es in dem Buch auch vorkommen mag. Die Methode rechnet mit dem Gedächtnis, das mit der Zeit zwangsläufig das Erinnerungsbild des Wortes bewahrt. Die Grammatik ist überaus geschickt und in leicht faßlicher Art in den Stoff eingebaut; in dieser Hinsicht haben die Verfasser tatsächlich ausgezeichnete Arbeit geleistet. Während der erste Teil des Buches die erwähnten Zeitungstexte und einen konzisen Kursus der Grammatik enthält, dient der zweite Teil dazu, dem Lernenden eine Anzahl von Vokabeln und Redensarten des täglichen Gebrauches (nach Materien übersichtlich geordnet) zu vermitteln. Hervorzuheben ist nun, und dies ist das zweite Prinzip dieses Buches, daß der Text dieser beiden Teile des Lehrbuches durchwegs nur transkribiert ist. Erst der dritte Teil bringt das hebräische Alphabet (Druck- und Schreibbuchstaben) und in der Folge einen Teil der im erstem Teil transkribierten Texte, nun in hebräischer Schrift. Auch die grammatikalischen Kenntnisse des Lernenden erfahren noch eine gewisse Erweiterung und Vertiefung. Hier aber entsteht ein schweres Bedenken, das keineswegs von der Hand zu weisen ist; es richtet sich gegen dieses zweite Prinzip der Verfasser: die Zweiteilung der Schrift. Die Verfasser vertreten ihren Standpunkt, indem sie sagen: „Unsere Methode beruht darauf, daß wir den Lernenden nicht vor zwei Schwierigkeiten zugleich — und zwar die des Lesens und des Verstehens — stellen, sondern ihm die Kenntnis beider auf vereinfachte Weise stufenweise beibringen. Darum vermitteln wir dem Lernenden das Verständnis des Hebräischen mit Hilfe von Zeichen, die ihm bekannt sind, das heißt mit Hilfe de« lateinischen Alphabets. Erst dann, wenn sich der Schüler einen ziemlich großen Wortschatz — aus «lern täglichen Leben in Erez Israel geschöpft,) und ebenso grammatische wie Satzbau-Kenntnisse angeeignet hat, wird ein großer Teil des durchgearbeiteten Stoffes in hebräischer Schrift wiederholt: nunmehr bietet das Lesen der hebräischen Texte keine Schwierigkeiten mehr, da ja die Vokabel bereits bekannt sind; bald kann der Lernende sogar die unpunktierte Schrift mühelos lesen.".