Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1934-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1934) · p. Seite 104

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 2-3 (Februar 1934)
Article
[Nachricht] / A. T.
Date
1934-02-01
Page
Seite 104 (sequence 12)
Language
German
Belongs to
correspondence
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2379786-2379916-2379919--17081-2400390
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Jugendarbeit der Histadruth. In beiden Beziehungen ist noch viel Pionierarbeit zu leisten und ein Programm dieser Arbeit wurde jetzt aufgestellt» ohne daß die Konferenz, die angesichts der herannahenden arabischen Demonstrationen früher geschlossen werden mußte, dazu kam, definitive und ins Einzelne gehende Beschlüsse zu fassen. Bemerkenswert blieb immerhin;, daß sich die Konferenz diesmal bloß auf wirtschaftliche und kulturelle Fragen beschränkte, ohne auf die Behandlung der naheliegenden politischen und zionistischem Dinge einzugehen. Die Bemühungen der beiden Oppositionsgruppen der linken Poale-Zion und des Haschomer Hazair, auch politische Fragen in den Bereich der Debatte oder gar auf die normale Tagesordnung zu bringen, blieben erfolglos. Nur einmal wurde von Ben-Gurjon selbst die Stellung der Arbeitervertreter in der Zionistischen Exekutive vom prinzipiellen Standpunkt aus erklärt. Der Gesamtkomplex der politischen Fragen,, sowie der Situation im Zionismus dürfte auf einem anderen Forum zur Behandlung gelangen., und zwar auf der Konferenz der Jüdischen Arbeiterpartei Palästinas (Mifleget Poale Erez Israel), die in den allernächsten Wocheta, wohl im Anschluß an die Sitzung des Zionistischen Aktionskomitees oder noch früher zusammentreten wird. Diese Partei, die heute zweifelsohne die bedeutendste politische Körperschaft im Lande darstellt und tatsächlich in allen Beziehungen die Entwicklung der palästinensischen Arbeiterschaft bestimmt, wird nunmehr die Gelegenheit haben, ihre Stellung zu den allgemeinen politischen und den jüdischen Ereignissen der letzten Zeit zu präzisieren und die Richtlinien ihrer weiteren Tätigkeit zu bestimmen. Es werden hier auch sicherlich die schweren Fragen, die sich! aus der Situation in der Zionistischen Bewegung ergeben, aufgerollt werden. Es unterliegt somit keinem Zweifel, daß diese Konferenz eines der zentralsten Ereignisse nicht bloß im jüdischen Arbeiterleben Palästinas, sondern im Zionismus überhaupt sein wird und so mancher ihrer Beschlüsse dürfte die weitere Entwicklung dieser Bewegung entscheidend bestimmen. Nachrichten und Daten Äk±s.s?«SF 15. Februar 1934 POLITIK. Die Mui^sonkommission. In dem Bericht der Murison-Kommission über das Verhalten der Polizei während der vorjährigen Araber-Demonstrationen wird die Ansicht zum Ausdruck gebracht, daß die Polizei, wo es nur irgend möglich war, mit Zurückhaltung und Schonung vorgegangen ist. Sie habe, bevor sie zur Gewaltanwendung überging, an die Menge die Aufforderung gerichtet, sich zu zerstreuen, und habe versucht, durch Zureden einzuwirken. Die vor der Kommission gemachten Aussagen hätten keinen einzigen Fall zutage gefördert, in dem die Polizei von den Bestimmungen ihrer Dienstanweisung abgewichen wäre. Treue, Mut und Umsicht der Mannschaften aller Grade seien, so wird in dem Bericht ausgeführt, höchst lobenswert gewesen, die vom Kommandanten der Palästina-Polizei, Spicer, und seinen Offizieren geleistete Schulungsarbeit verdiene volles Vertrauen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.