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Palästina · 1934-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1934) · p. Seite 91

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 2-3 (Februar 1934)
Article
Aufforstung
Date
1934-02-01
Page
Seite 91 (sequence 3)
Language
German
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im Jahre 1863 im Grabe der Königin Helena (in der Höhle des „Kalba Sawua", also aus der Zeit vor der Zerstörung des zweiten Tempels) gefunden wurden», fanden sich als Ornamente drei Zapfen abgebildet, die denen der Fichte gleichen. Diese Pinienart wächst in Palästina seit jener bis auf den heutigen Tag, man kann an weitentlegenen Orten heute noch Ueberreste alter Wälder finden. Die Eigenschaften, durch welche sich dieser Baum für die Aufforstung besonders eignet, sind: seine Anpassungsfähigkeit an das Klima des gegensatzreichen Landes — er wächst im Jordantal wie in der Schefela, wie auch auf den Bergen; er ist anspruchslos, seine Wurzeln durchdringen auch Felsen, am besten aber gedeiht er in Kalkboden; er hat unehlichen Samen, der leicht Wurzel schlägt und Setzlinge entwickelt. Diese bewahren die Feuchtigkeit, wachsen und entwickeln sich audh in regenarmen Jahren. Deshalb bevorzugen die Fachleute die Fichte auch in unseren neuen Wäldern, obgleich auch ihr gewisse Mängel anhaften. Sie wächst nicht über eine Höhe von 15—16 m hinaus; im Alter von 40 Jahren ist ihr Stamm etwa 50 cm stark^ der Wipfel ist niedrig; daher ergibt der nutzbare Stamm in diesem Alter höchstens 6—7 cbm. Ihr größter Nachteil aber bestellt darin, daß der Wipfel nicht zuviel Widerstandskraft gegen den Wind hat. In den Pflanzungen des KKL. gibt es jetzt etwa 900.000 Fichten, das sind 70 o/o aller seiner Waldbäume. In den letzten sechs Jahren hat man fast nur Fichten zur Aufforstung verwendet und man wird sie auch in der nächsten Zukunft bevorzugen. Man darf heute, nachdem die ersten Versuche mit der Anpflanzung und Pflege von Jerusalem-Fichten abgeschlossen sind, daran gehen den wirtschaftlichen Wert d erWälder zu prüfen. Diese Untersuchungen werden von dem Verfasser unter Zugrundelegung folgender Fragen angestellt: wann ist dieser Baum ausgewachsen und sein Holz verwendbar? Welche Holzmengen erhält man von einem Dunam Fichten? Wieviel davon ist zur Verarbeitung, wieviel lediglich für Feuerungszwecke geeignet? Ist das Holz für Bau-, Möbel- und andere Zwecke zu gebrauchen? Diese Untersuchungen — es ergeben sich noch andere Fragen — sollen in diesem Jahre abgeschlossen werden. Heute bringen wir nur einige erste Zahlen: Auf einem Dunam (1000 m^) werden mindestens 300, mitunter sogar 400 Fichten angepflanzt. Für die dichte Bepflanzung sprechen zwei Gründe. Die Bäume wachsen dabei mehr in die Höhe und weniger in die Breite und der Wipfel hat weniger Raum, sich den Winden zu beugen und wächst gerade. Durch, dieses Verfahren wird ein hoher und gerader, von Zweigen freier Stamm erzielt. Aber nicht alle Bäume entwickeln sich gleichmäßig. Wie die menschliche Gesellschaft, so ist auch der Wald fest umschriebenen Naturgesetzen unterworfen: bei günstigen Bedingungen, felsenfreier Erde, können die Wurzeln sich ausbreiten und in die Tiefe gehen, und der Baum in die Höhe wachsen; auf Felsenboden bleibt der Stamm gebeugt und unfruchtbar. Mitunter werden die Bäume auch durch allerlei Schäden heimgesucht: Feldmäuse benagen die Wurzeln und ähnliches mehr. Die Bäume sind von ihrer Anpflanzung bis zum 40. Jahr ihres Bestehens, wo sie ausgewachsen und zur Verwendung reif sind, vielen Wechselfällen ausgesetzt. Zahlreiche Messungen und Vergleiche haben erwiesen, daß in diesem Alter 40 o/o der Bäume gut und brauchbar sind, und durchschnittlich 14 cbm Nutzholz und 18 cbm Brennholz ergeben; audh die übrigen Bäume ergeben 12 cbm Brennholz. Wenn wir den Wert des Nutzholzes mit 2x/2 pal. Pfund pro cbm und den des Brenriholzes mit 0,600 pal. Pfund per cbm anneh-

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