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Palästina · 1934-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1934) · p. Seite 89

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 2-3 (Februar 1934)
Article
Die Verbesserung der Viehzucht
Date
1934-02-01
Page
Seite 89 (sequence 4)
Language
German
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Dieser Betrag ist in Anbetracht der gar nicht hoch genug zu schätzendem Auswirkung beim Gelingen desselben sehr gering. Wird dodh damit erreicht, daß mit einem Schlage eine sehr breite Grundlage für den systematischen Aufbau eine einheitliche Viehrasse geschaffen wird, die dann im Lauife der Jahre dadurch zu Höchstleistungen gebracht werden kann, daß die Züchter durch) geeignete Zuchtwahl und durch Import erstklassiger Bullen die Rasse veredeln können. Aber auch beim Mißlingen des Versuches, das ich persönlich! wenigstens, für den größten Teil der in Frage kommeniden Gegenden für ausgeschlossen halte, wäre das Geld nicht nutzlos verwendet, denn dann wäre endlich restlos der Beweis erbracht, daß in manchen sogenannten gefährdete» Gegenden eine Viehzucht mit importierten europäischen Tieren unmöglich is% da, wenn das schwarz-weiße Niederungsvieh sich im Emek nicht akklimatisiert, andere europäische Rassen hierfür wohl kaum in Frage kämen. Wenn diese Tiere, was ich für wünschenswert halte, in Deutschland angekauft werden würden^ dann wäre auch die Möglichkeit gegeben, durch Benutzung in Deutschland festliegender Gelder jüdischer Auswanderer, dieses Geld' schnell und billig transferieren zu können. Das Ergebnis meiner Ausführungen möchte ich dahin zusammenfassen: Es ist falsch, von vorneherein mit höchsten Leistungstieren, die im gewissen Sinne notwendig überzüchtet sein müssen, in fremde Klimaten und unter anderen wirtschaftlichen Verhältnissen eine neue Tierzucht aufzubauen. Ebenso falsch aber wäre es* bei dem in den nächsten Jahren noch größer werdenden Zuchtviehmangel in Palästina nunmehr aus allen möglichn Ländern alle möglichen Rassen zu importieren und dort durch eine Levantänisierung schlimmster Art, die guten Ansätze einer schon vorhandenen Zuchtrichtung auf der Basis des schwarz-weißen Tieflandrindes zu zerschlagen. Aufforstung. Von Agr. Joseph Weitz, Jerusalem. Wir haben über dieses Thema im Jahrgang 1929, S, 54 einen ausführlichen Artikel desselben Autors, der Forstdirektor des KKL. ist, veröffentlicht. Nachstehend berichtet er über den gegenwärtigen Stand der Erfahrungen. Wie bekannt, wird in Palästina am 1, Schwath (der heuer auf den 31. Jänner fiel) das Neujahrsfest der Bäume gefeiert. Alle Schulkinder pflanzen je einen Baum, auch sonst wird der Tag entsprechend begangen. Diese Baumfeier wurde auch von der Regierung und den Arabern in entsprechender Weise übernommen,. Die Red. Fünfzehnjährige Erfahrungen geben die Richtung für unsere „Baumpolitik". In früheren Jahren hatte man diejenigen Teile der Ebene, wo es viel Waisser und Sümpfe gab, für die Aufforstung ebenso geeignet gehalten, wie die Berge. Zur Trockenlegung der Sümpfe wurden die viel Wasser aufsaugenden Eukalyptuspflanzungen vorgesehen. Die Sanddünen, die

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