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Palästina · 1934-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1934) · p. Seite 86

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
17 (1934)
Issue
Heft 2-3 (Februar 1934)
Article
Nichteisenmetalle in der palästinensischen Wirtschaft
Date
1934-02-01
Page
Seite 86 (sequence 6)
Language
German
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Um zu erkennen, was die Zollsätze bedeuten, muß man sich vergegenwärtigen, daß die Tonne Kupfer? zur Zeit etwa 36 Pfund kostet, die Toxine Blei etwa 12 Pfund, die Tonne Zink etwa 16 Pfund und die Tonne Zinn etwa 225 Pfund. Fernerhin muß man darauf hinweisen, daß die gleichartige Verzollung1 von Blechen und Blöcken in einem Lande, dessen Metallwirtschaft sich entwickeln soll, eine wirtschaftliche Unmöglichkeit darstellt, ebenso wie die; gleichartige Verzollung von Lötzinn und Zinnmetall, die ja auch völlig verschiedene Dinge darstellen. Man braucht nicht auf dem Standpunkt zu stehen, daß die Nichteisenmetallzölle etwa aufgehoben werden sollten. Im Gegenteil: Gerade wenn man die Entwicklung einer Metallproduktion zweiter Schmelzung für wichtig und erforderlich hält, wird man solche Forderungen nicht stellen. Aber es ist eine weitgehende Abstufung unseres Zolltarife« notwendig, wenn wir überhaupt zu einer nennenswerten metallwirtschaftlichen Entwicklung gelangen wollen. Die Verbesserung der Viehzucht. Von Dr. Priebatsch, Tierarzt, Alienstein. Die Tatsache, daß die schwarz-weißen Tieflandrinder auf dem Wege sind, eine Weltrinderrasse zu werden, hat wohl schon bei Beginn der systematischen landwirtschaftlichen Kolonisation in Palästina die damaligen Siedler veran-* laßt, Züchtungsversuche mit den schwarz-weißen Holländern zu machen. Die Ergebnisse dieser Versuche sind bekannt. Während in der Gegend von Jerusalem diese Rinder hervorragend gediehen, und auch heute noch in Reinzucht gedeihen, haben sie im Emek und in der Scharonebene vollkommen versagt, und zeigten dort sehr bald schwerste Degenerationserscheinungen, die zur Aufgabe dieser Zucht in den gefährdeten Gebieten führten. Eigenartigerweise traten aber die Degenerationserscheinungen nur bei Kühen, jedoch nicht bei Bullen ein. Es wurden deshalb diese Bullen weiter benutzt, um mit einheimischen, Damaszener und Beyruther Vieh eine Kreuzung zu züchten, die sehr gute Erfolge erzielt hat. Daß die Degenerationserscheinungen lediglich bei Kühen, nicht aber bei Bullen, die infolgedessen auch in die gefährdeten Gegenyden laufend weiter importiert wurden, eintraten, war eigenartig und konnte bestimmt nicjht in den physiologischen Unterschieden der männlichen und weiblichen Tiere liegen. Wie ist nun dieses ungleichmäßige Verhalten der Tiere zu erklären? Für den Export europäischer Tiere nach anderen Klimaten und Lebensbedingungen sind ganz besondere Regeln bei der Auswahl der Tiere zu beachten. Es ist eine bei Fachleuten bekannte Tatsache, daß in der Regel weniger eine tatsächlich fehlende Akklimatisationsfähigkeit, sondern vorwiegend eine falsche Auswahl der zu importierenden Tiere die Ursache der Versager sindi. So sind zunächst auszuscheiden, alle älteren Tiere, da deren Konstitution eine Umstellung nicht mehr vertragen kann. Ebenso sind auch alle Tiere auszuschalten, die sich zu stark von der Mittellinie der betreffenden Rasse entfernen, das heißt in irgend einer Weise vom Normaltyp abweichen. Diese Regel gilt aber nicht nur für die Form, sondern auch für die Leistung, das heißt, es dürfen beim Export nicht Tiere mit besten Leistungen gewählt werden, sondern

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