Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 17 (1934)
- Issue
- Heft 2-3 (Februar 1934)
- Article
- Nichteisenmetalle in der palästinensischen Wirtschaft
- Date
- 1934-02-01
- Page
- Seite 83 (sequence 3)
- Language
- German
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betreffenden Ergebnisse nicht auf die Mengen beziehen. Für den in der obigen Tabelle berücksichtigtem Zeitraum ergibt sich das folgende Bild: 1929 1930 1931 1932 1. Halbjahr 1933 pal. Pfund 53.641 63.391 46.570 65.571 46.183 Zum Verständnis dieser Ziffern sei bemerkt: Der Preisindex für die einzelnen Metalle (1909 bis 1913 100) hat 1929 für Blei 153, für Kupfer 130, für Zink 104 und für Zinn 114 betragen. 1932 war er für Blei auf 57, für Kupfer auf 40, für Zink auf 41 und für Zinn auf 55 gesunken. Für Aluminium betrug er im Jahre 1929 in New-York 109 und im Jahre 1932 104. Diese Zahlen zeigen, wie stark die Metallpreise zurückgegangen sind und beweisen, daß eine) Metalleinfuhr im Werte von 65.571 Pfund, wie wir sie 1932 hatten, in der Menge nur um die rund 23 o/o größer gewesen sein muß, um die der Wert der Einfuhr von 1932 höher gelegen hat, als der des Imports von 1929; in Wirklichkeit war die Mengeneinfuhr viel stärker angewachsen, als um diesen Prozentsatz. Im übrigen haben wir ja eine Reihe von Mengenziffern in der amtlichen Statistik zur Verfügung. So sehen wir beispielsweise, daß wir im ersten Halbjahr 1933 bereits 2500 Kilo Zinn- und Aluminiumfolien mehr eingeführt haben, als im ganzen Jahr 1929, aber auch bereits mehr als im ganzen Jahr 1932. Das liegt an der Steigerung der Verwendung dieser Materialien für das Packen von Zigaretten und Schokolade. Wenn es gelingt, auch das Packen von Käse in Metallfolien bei uns einzuführen, wie es in der Schweiz und auch in Deutschland heute bereits üblich ist, so wird der Verbrauch an diesen Materialien ganz erheblich steigen. Kennzeichnend für die Lage ist fernerhin die Entwicklung unserer Einfuhr an Aluminiumblechen, also einem typischen Halbzeug. Eine solche hat 1929 in einem statistisch erfaßbaren Umfange überhaupt noch nicht stattgefunden, sie setzt 1930 mit 523 Kilogramm ein, steigt 1931 auf 1161 Kilogramm, 1932 auf 1763 Kilogramm und im ersten Halbjahr 1933 bereits auf 13.255 Kilogramm. Diese Steigerung liegt daran, daß sich im Laufe der letzten Zeit im Lande drei Unternehmungen mit der Verarbeitung von Aluminiumblechen auf einfache Geschirre, aber auch auf Gegenstände mehr kunstgewerblichen Charakters eingestellt haben. Es ist nun sehr interessant^ zu sehen,, daß trotz dieser beginnenden Eigenproduktion von Aluminium-Fertige waren aus importierten Halbzeugen auch der Import an Fertigwaren selbst weiterhin gestiegen ist. Er betrug im ganzen Jahre 1932 27.855 Kilo, im ersten Halbjahr 1933 28.704 Kilo. Wir können auf Grund dieser Ziffer den AlwmTniumverbrauch des Landes für das Jahr 1933 auJ Metall berechnet, mit ungefähr 90 bis 100 Tonnen annehmen. Im Jahre 1929 kamen wir knapp auf 30 Tonnen. 100 Tonnen Aluminium spielen für den Weltmarkt natürlich noch keine Rolle. Aber wichtig ist doch die progressive Entwicklung unseres Verbrauches. Wenn daher in letzter Zeit Pläne aufgetaucht sind, die eine Erweiterung unserer Aluminiumverarbeitung zum IZiele haben, so wird macn diese heute nicht mehr als so utopisch ansehen kößuejoi, wie man dies noch vor einigen Jahren hätte tun müssen. In unseren Einfuhrziffern für Kupfer und Messing prägt sich ebenfalls eine relativ erhebliche Bedarfssteigerung aus. Wir werden im laufenden Jahre wahrscheinlich auf einen Verbrauch von ungefähr 200.000 Kilo an Blöcken,