Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1933)
- Article
- Einwanderungsstruktur und Kapitalimport 1926-1932
- Date
- 1933-12-01
- Page
- Seite 430 (sequence 4)
- Language
- German
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Elemente durch Initiative, Fleiß und Sparsamkeit relativ sehr rasch zu bescheidenem Wohlstände kommen, was wir sichon einmal am Beispiel der Arbeitersiedlung Schchunath Borochow (Artikel von Julius Berger, Jahr 1931, 1/2) nachgewiesen haben. So ist diese Sehriit, die nur ein schmächtiges Heft füllt, aber die Frucht einer sehr mühsamen, mit großem Scharfsinn durchgeführten Arbeit ist, ein wichtiger Beitrag zur Erkenntnis dafür geworden, wie sich die jüdische Einwanderung im Lande eingliedert und die Wirtschaft belebt. Das Ergebnis ist ein ungemein ermutigendes und geeignet, die Hoffnungen zu stärker, die auf eine rasch steigende Aufnahmsfähigkeit des Landes für jüdische Einwanderung gerichtet sind. Nachrichten und Daten POLITIK. Die Unruhen. Die Vorgeschichte. Wir haben von der Demonstration vom 13. Oktober kurz berichtet. Die Agitation der arabischen Politiker hatte Anfang Oktober ihren Höhepunkt erreicht. Als Protest gegen Einwanderung und Bodenkauf von Juden wurde ein Generalstreik für den 3. Oktober proklamiert. Die Regierung verbot alle Demonstrationen aufs strengste. Dem stellvertretenden Oberkommissär wurde von der arabischen Exekutive ein Memorandum überreicht, worin erklärt wurde, die Araber würden zur Selbstverteidigung schreiten. Als Protest gegen die Einwanderung legte der Sekretär des Kongresses der mohammedanisch-palästinensischen Nation, Hassan Sudky Dajany sein Amt nieder. Im Prozeß gegen die arabischen Mörder von Nahalal wurde von diesen das Bestehen einer arabischen terroristischen Organisation zugegeben, über die die Polizei bereits Material in Händen hatte. Die Demonstration in Jerusalem. Nach Mitteilungen der „Times" nahmen an der Demonstration vom 13. Oktober zirka 1500 bis 2000 Personen teil. Der Zug wurde von den Mitgliedern der arabischen Exekutive mit Mmsa Kasim Pascha an der Spitze geführt. Die gemäßigte Partei unter Naschaschibi hatte sich gegen die Demonsitaation ausgesprochen und an ihr nicht teilgenommen. Die Polizei trieb die Demonstranten auseijraander, da sie nicht freiwillig den Zug auflösten und zum Regierungsgebäude dringen wollten. Appell der Juden. Der Waad Leumi appellierte am 24. Oktober in einer Kundgebung an das arahische Volk, in der hingewiesen wurde, wie sehr die Wirtschaft des Landes — im Gegensatz zu der der Nachbarländer — infolge der jüdischen Einwanderung und Arbeit blühe. Frieden und Verständigung tue dringend not. Die Unruhen in Jaffa. Trotz Verbotes demonstrierten 10.000 Araber am 27. Oktober in Jaffa und wollten gegen das Regierungsgebäude vorgehen. Es kam zum Feuerangriff und Kampf gegen die Polizei, wobei nach amtlicher Nachricht zwei englische, zwei arabische Polizisten und drei Demon- Abgeschlossen am 2. Dezember 1933