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Palästina · 1933-12-01 · Heft 12 (Dezember 1933) · p. Seite 427

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 12 (Dezember 1933)
Article
Die Genossenschaftsbewegung und die Fellachenwirtschaft
Date
1933-12-01
Page
Seite 427 (sequence 6)
Language
German
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richtige Verteilung des Kapitals und Nationaleinkommens der arabischen Bevölkerung machen jedoch die gleichzeitige parallele Steigerung der Kaufkraft zunichte. Die großen Zinszahlungen und die Uebertragung von über einer Million Pfund jedes Jahr von den verelendesten Schichten der arabischen Bevölkerung in die Hände der Schichten der Exploitatoren verschärfen die negativen Folgen dieses Prozesses. Hier ist ein breites Feld für Kredit-Kooperativen und ihre Tätigkeit zwischen den arabischen Feldachen. Jedoch muß diese Tätigkeit durch gesetzgebende Maßnahmen begleitet sein, die die Gesamtsumme der Schulden herabsetzen. Eine solche Entwicklung würde befruchtend auf die gesamte palästinensische Wirtschaft wirken und neue Aussichten für die Industrie Palästinas eröffnen. Von diesem Standpunkt aus müßten auch die Beziehungen zwischen jüdischen und arabischen Kooperativen betrachtet werden. Die jüdische kooperative Bewegung hat große wirtschaftliche und organisatorische Erfahrungen, mit; denen sie den jungen arabischen Kooperativen sehr behilflich sein könnte. Sowohl vom Standpunkte der Weltanschauung, die die Basis jeder kooperativen Bewegung bildet, als vom Standpunkte des jüdischen Interesses an der Entwicklung der palästinensischen Wirtsdhaft und der Hebung der Kaufkraft der gesamten Bevölkerung sollten die jüdischen Kooperativen die Förderung! der arabischen Genossenschiaftsbewegung in den Kreis ihrer Aufgaben einbeziehen und in die Tat umsetzen. Einwanderungsstruktur und Kapitalimport 1926—1932 (Eine Studie von David Gurevieh und Dr. G. Cyderowitsch.)*) Vorbemerkung der Redaktion: Die statistische Abteilung der Jewish Agency hat unter diesem Titel eine Arbeit veröffentlicht, die auf einer Enquete basiert, die von ihr veranstaltet worden ist. Wir entnehmen aus dieser Arbeit nachstehende Daten. Erfaßt wurden von den Einwanderern mit Kapital, Gruppe A (i), die von Januar 1926 bis August 1932 ins Land kamen, 553 Familien mit über zwei Millionen Kapital (Durchschnitt 3763 Pfund). Bezüglich der Herkunftsländer stehen an der Spitze: Familienzahl Kapitalimport ü. S. A. 193 696.320 Polen 146 372,210 England 25 295.300 Südafrika 7 130.900 Rußland 57 108.910 Deutschland 29 89.370 England zeigt die größte Durchschnittsziffer, 11.812 Pfund per Familie. Das Schwergewicht lag auf der Gruppe mit Kapitalbesitz per Familie von *) Herausgegeben von Jewish Agency for Palestine, Department of Immigration and Labour. Mit 20 Tabellen. Jerusalem, 1933, S. 86.

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