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Palästina · 1933-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1933) · p. Seite 406

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1933)
Article
Der Ausbau des Instituts [Nachricht]
Date
1933-10-01
Page
Seite 406 (sequence 3)
Language
German
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Auf viele Anfragen teilt die Universität mit, daß mit dem nächsten Wintersemester Vorlesungen über Chemie als Hauptfach mit dem Ziel der Erteilung wissenschaftlicher Grade eröffnet werden. Auch wird es im Zusammenhang mit der bevorstehenden Eröffnung des neuen Instituts für Lan|dwirtschaftswissenschaft möglich sein, zu Beginn des nächsten Semesters eine beschränkte Anzahl von Studenten in dieses Institut aufzunehmen. Es ist zu hoffen, daß es auf Grund des Ausbaues der geisteswissenschaftlichen Fakultät möglich sein wird, den bisherigen vierjährigen Lehrgang, der zur Erreichung des Grades eines Masters of Arts führt, zu erweitern. Zu diesen Vorlesungen können diejenigen zugelassen werden, die im Besitze des Abgangszeugnisses einer höheren Schule (Mittelschule) sind, oder die an der Universität die jährlich im Juni und Oktober abgehaltenen Aufnahmeprüfungen bestanden haben. Spenden« An größeren Spenden flössen ein 1500 Dollar vom amerikanischen Frauenverband als Stipendium für Studentinnen, 1000 Pfund von PEC. für Apparate, 500 Pfund privat, ebenfalls für diesen Zweck- Technikum. Die Verwaltung des Technischen Instituts in Haifa gibt folgende Mitteilung bekannt, die wir nachstehend wiedergeben (obzwar inzwischen die Aufnahmen für dieses Schuljahr geschlossen sind, sie eine Information über die Einrichtungen des Technikums enthalten). Außer einzelnen Fällen konnten die Absolventen des Tedhnions in den Nachbarländern noch nicht Fuß fassen» zum Teil, weil der palästinensische Baumarkt sie alle aufnehmen konnte, zum Teil deshalb, weil keine ernste Versuche in dieser Richtung unternommen wurden. Ein Absolvent arbeitet in Syrien, einer — in sehr verantwortlicher Stellung — bei einer großen Baufirma in Aegypten. Die Zahl der Studenten beträgt zurzeit 125. Am Technion besteht außerdem eine Handwerkerschule (zunächst für Metallarbeiter). Physisch gut entwickelte Jungens mit Oberschulbildung im Alter von 15—18 Jahren werden in einem dreijährigen Kursus zu Drehern und Maschinenschlossern ausgebildet. Die Werkstätte des Technion ist relativ gut ausgerüstet. Fünf Stunden täglich wird in der Werkstatt gearbeitet. 15 Stunden wöchentlich1 erhalten die Jungen theoretischen Unterricht in Hebräisch und Englisch, Rechnen, Algebra und Geometrie, Physik und Ghemie, Technologie, Maschinenkunde und technischem Zeichnen, Buchführung, Pumpen, Motore, Elektrotechnik, Landwirtschaftliche Maschinen. Die die Handwerkerschule absolvierten etwa 30 Jungen arbeiten in ihrem Fache und werden als Anfänger gut bezahlt (etwa 200—300 Mils pro Tag). Die Handwerkerschule beherbergt in drei Kursen etwa 60 Jungen. Die Aufnahmefähigkeit des Technion ist naturgemäß beschränkt. Beim Bau der Anstalt wurde nur mit einer geringen Studentienzahl gerechnet. Sollte das Technion die Not der jüdischen Jugend der Diaspora auch nur in bescheidenem! Umfange lindem können, so müssen Mittel zur Verfügung gestellt werden, die die Erweiterung einigermaßen ermöglichen. Der Zufall wollte es, daß infolge einer Verkettung von Tatsachen eine Anzahl von Lehrstellen seit dem letzten Jahre nicht fest besetzt sind, Und so könnte eine möglich gemachte Erweiterung des Technion nicht nur eine große Anzahl von jüdischen Studenten, sondern auch eine beträchtliche Anzahl von freigewordenen jüdischen Lehrkräften absorbieren. Geplant werden der Ausbau der Arcjhitektur-Abteilung, die

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