Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober 1933)
- Article
- Die Frage der Mietpreise [Nachricht]
- Date
- 1933-10-01
- Page
- Seite 397 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 2× ep/1047930
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Bautätigkeit sehr groß. Ein Einzelzimmer, das noch vor kurzem zwei Pfund Miete kostete, ist heute nicht unter vier Ffunjd zu hajbem, eine Dreizimmerwohnung kostet zehn Pfund. Damit sind alle obigen Berechnungen schon wieder Überholt. Bodenpreise. An zentralen .Stellen werden bereits 3,20 Pfund für den Quadratmeter gezahlt, an der Pheripherie 1,6 Pfund, während man dort vor wienigen Monaten 0,400—0,650 Pfund zahlte. Da in Ramath Gan, wo hauptsächlich Industrien konzentriert sind, die Bodenpreise auf 400 Pfund per Dunam gestiegen sind, wurden zwischen Tel- Aviv und Rischon 50 Dunam von der TA. Entwicklungsgesellschaft für Industriezwecke erworben. Baubewegung. Juni: Bewilligungen für 30.220 m2, Juli für 32.500 m2. Bis 1. September wurden 1933 Baubewilligungen für 201.000 m2 erteilt. Trotzdem ist der Wohnungsmangel in der Stadt sehr empfindlich. Airbeiterkolonie. Wir berichteten in Nr. 7/9, S. 310, daß südlich von Jaffa große Strecken Boden in jüdischen Händen sich befinden. Inzwischen hat der Arbeiterrat von Tel-Aviv und Jaffa beschlossen, eine Vorstadt in dieser Gegend nahe Mikweh Israel zu errichten. Der Bodenpreis wird ca. 40 Mil per Dunam sein. Der Betrag wird im Laufe von 21/2 Jahren abzuzahlen sein. Haifa. Die Entwicklung im Bauwesen. Hierüber schrieb Dr. Ing. Hans Jaeobowitz in der „Jüdischen Rundschau" Nr. 64. Wir entnehmen dem Artikel die folgenden Ausführungen: Die Gesamtbevölkerung Haifas betrug 1922: 26.500. 1931: 50.000; hievon 16.000 Juden, 20.000 Mohammedaner, 14.000 Christen. Die jüdische Bevölkerung wohnt vor agilem im Viertel Hadar-Hakarmel. Hier betrug die Einwohnerzahl: 1929 : 3800, 1930 : 5000, 1931: 6500, 1932: 8500 Einwohner. Weitere jüdische Ansiedlungen finden sich in den Vorstädten: Ba^-Galim, sehr schön am Meer gelegen, meist Einzelhäuser, etwa 600 Juden; Newe-Schaanan, östlich von Haifa auf einem Hügel gelegen, Handwerker- und Arbeitersiedlung, etwa 1000 Seelen. Auf dem Karmel, in sehr schönen Villen leben etwa. 500 Juden. Ferner in der Haifa-Bay finden sich 200—300 Häuser, meist Arbeitersiedlungen. Im Stadtkern selbst wohnen noch 5000—6000 Juden, meist in arabischen Häusern in schlechten hygienischen Verhältnissen. Trotzdem die Mieten dort erheblich billiger sind, ist ein, dauernder Fortzug aus diesem Gebiet festzustellen. Die große Bautätigkeit in Haifa entwickelt sich in drei Richtungen: 1. Wohnhäuser, 2. Geschäftshäuser, 3. Industriebauten. Bei den Wohnhäusern sind die Miethäuser und die Einzelhäuser (Villen) zu unterscheiden. Im jüdischen Stadtkern, Hadar Hakarmel, findet sich fast ausschließlich das Mietshaus, das, wie die folgende Rechnung zeigen soll, eine Kapitalverzinsung von 11—14 o/o ergibt und eine beliebte und häufige Anlage darstellt. Kosten und Rentabilität eines derartigen Hauses: Geländekosten: Erforderlich ca. 1000 Quadratpick (rund 600 m2), Kosten ca. 1000 pal. Pfund bebaubar ca. 200 m2 (die Ende Juli 1933 in Kraft getretene