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Palästina · 1933-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1933) · p. Seite 396

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1933)
Article
Die Frage der Mietpreise [Nachricht]
Date
1933-10-01
Page
Seite 396 (sequence 2)
Language
German
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viele Jahre geschieht. Werko und Mietsteuer werden nicht nach dem wirklichen Wert, sondern nach Bauzonen bemessen. Die Reineinnahme wäre also 441 Pfund (792 — 351), das sind 6 o/o des aufgewendeten Kapitals. Bedenkt man, daß nicht alle Mieter pünktlich und voll zahlen, Leerstehungen vorkommen usw., so geht der Ertrag manchmal bis auf 1—2 o/o zurück. Im Durchschnitt wird man mit 3,5 o/o rechnen können. Dabei ist nur mit Eigenkapital gerechnet worden, wenn für Darlehen 8—12 Prozent bezahlt werden, so drückt das die Hausrente tief hinab. Als Mittel gegen die fortwährend steigenden Boden- und Mietpreis« wären zu nennen: 1. An erster Stelle Zentralisierung des Bodenkaufs in Tel-Aviv und außerhalb durch ein verläßliches Institut, das eine gesunde Bodenpolitik führt. (Dies korrespondiert mit einem ähnlichen Vorschlag, den unser Herausgeber am Zionistenkongreß machte. Siehe oben. — Die Red.) 2. Schaffung einer Hypothekenbank mit einer Million Kapital, die Hypotheken für 20—30 Jahre zu 4—5 o/o gewähren könnte. 3. Senkung der zu hohen Baukosten. 4. Förderung von Baugenossenschaften, welche auf billigem Gelände außerhalb des Zentrums billige Wohnungen bauen könnte. 5. Einwirkung auf die Regierung, die Werko zu ermäßigen und die Hälfte der Einnahmen daraus der Stadt zu überlassen. Ueber dasselbe Thema schreibt in der gleichen Nummer J. Tennenbaum. Dieser stellt gleichfalls eine Berechnung auf, wobei er aber von einem Bodenareal von 1000 Ellen zu 1500 Pfund ausgeht. Die Fläche des Baues sei 225 m* bei drei Stockwerken ist der Gelsamtaufwand inklusive Boden 5000 Pfund. Damit in Anbetracht der Ausgaben (die er m!it 19,15 o/o statt 24o/q bei Smilansky angibt), eine Verzinsung» von 8 o/o herauskommt, müßte das Zimmear 1,750 pal. Pfund kosten; da heute der Preis 2^500 pal. Pfund ist, so hat der1 Hausherr einen Ertrag von 12o/o. Jene, die: auf billigerem Boden gebaut haben, kommen sogar auf 15o/o. Tennenbaum kritisiert vor allem die hohem Steuern und Abgaben, auch die für Wasser und Licht, welche alle zusammen 40 o/o ausmachen und meint, es sei nötig: 1. Eine gesetzliche Regelung der Mietzinse bis zum Zeitpunkt der Durchführung eines positiven Plans einzuführen. 2. Ein Kampf gegen die Bodenmakler. (Der Autor zeigt nicht, wie ein solcher mit Erfolg geführt werden kann. Dies ist nur möglich durch Gründung einer nationalen zentralen Bodenkaufsgesellschaft, siehe oben. — Die Red.) 3. Die Pachtung von Bodenflächen in der Umgebung der Stadt* und Errichtung von leichten Häuschen darauf zur zeitweisen Linderung der Wohnungsnot. 4. Schöpferische Initiative zur Schaffung von billigen Wohnhäusern in der Stadt und der Umgebung. Wegen der hohen Bodenpreise wären nur große Blocks zu bauen. 5. Erwirkung der Erlaubnis zu einer großen Anleihe zu billigem Zinsfuß zum Zwecke der Durchführung dieser Pläne. (Inzwischen ist die Stadtanleihe bewilligt worden. — Die Red.) Verschiedene professionelle Vereine haben die Stadtverwaltung aufgefordert, gegen den Wohnungswucher einzuschreiten. Die Wohnungsnot ist trotz starker

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