Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober 1933)
- Article
- Die öffentlichen Finanzen Palästinas
- Date
- 1933-10-01
- Page
- Seite 367 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Die öffentlichen Finanzen Palästinas. 367 Die Regierung veröffentlichte kürzlich die Ziffern des Budgets 1932/33 und den Voranschlag von 1933/34. In den jüdischen Blättern wurden die Daten in eingehender Weise kritisiert. Wir geben nachstehend eine Analyse (hiebei beziehen wir uns auch auf jene, welche unser Mitarbeiter H. Frumkin im „Dawar" und R. Lichtenstein im „Boustfnai" veröffentlichten). Zu den nachstehenden Ziffern bemerken wir, daß das Finanzjahr vom 1. April bis 31. März des nächsten Jahres läuft. Einnajhmen : Tatsädhl. Voranschlag Tatsächl. Gegen den Vor¬ Einnahmen per Saldo Einnahmen anschlag in seiner 1931/32 1932/33 1932/33 Einzelheiten + — 1. Zölle 948.737 920.200 1,286.944 366.896 151 2. Hafengebühren 17.531 11.100 15.822 4.877 155 3. Steuern 632.450 826.800 824.443 78.476 80.833 4. Gebühren für Gericht und andere Dienste 275.965 240.000 332.488 102.018 9.530 5. Post 211.175 226.000 229.819 7.560 3.741 6. Staatsbesitz 14.390 14.000 16.216 4.082 1.865 7. Zinsen 43.306 34.000 83.775 49.960 185 8. Diverses 67.496 30.000 79.937 50.238 300 9. Bodenverkauf 133.484 134.483 127.787 — 6.695 10. Beitrag Englands zur Grenzwache 10.161 5.500 18.681 13.551 369 2,354.695 2,442.083 3,015.917 677.658 103.824 Differenz z. Voranschlag 2,442.083 103.824 573.834 573.834 Frumkin weist darauf hin, daß die Einnahmen (ohne den Beitrag Englands) von 1928 bis 1931/32 um nicht weniger als 40 o/o gestiegen sind und dies dank der jüdischen Einwanderung (üeber diesen Parallelismus siehe die Tabelle in Bonne, Palästina, II. Aufl. Deutsche Wissenschaftliche Buchhandlung.) Die größte Steigerung weist die Post „Zölle" auf, die gegen das Vorjahr um nicht weniger als 338.000 Pfund oder 3b1/2°/ol gestiegen ist. Dies ist natürlich vor allem der durch erhöhte Einwanderung erfolgten Vergrößerung von Produktion und Konsum zuzuschreiben. Dadurch' war die Regierung auch in der Lage, die Steuern für die Fellachen unausgesetzt zu ermäßigen. Die Gesamteinnahmen sind, wie aus der Tabelle ersichtlich, um rund 28 o/o gegen das Vorjahr gestiegen. Nur eine Einnahmepost, eben jene aus Steuern, ist gegen den Voranschlag zurückgeblieben. Die Analyse ergibt, daß die Oschersteuern von der Feldwirtschaft um nicht weniger als rund 78.000 (102.000 gegen 180.000) Pfund gegen den Voranschlag zurückgeblieben sind, die kompensiert wurden durch die Mehreinnahmen bei Orangengärten. Die große Steigerung bei Gebühren (20o/o gegen das Vorjahr) ist ebenfalls nur der erhöhten jüdischen Einwanderung zuzuschreiben. Von dem Gesamtüberschuß gegenüber dem Voranschlag von 574.000 Pfund macht das Plus bei Zöllen 64o/o, bei Zöllen plus Steuern 90o/o aus. (Lichten-