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Palästina · 1933-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1933) · p. Seite 366

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1933)
Article
Aus den Kolonisationsreferaten des 18. Zionistenkongresses
Date
1933-10-01
Page
Seite 366 (sequence 16)
Language
German
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Schaffung eines Investmenttrusts. die dringlichste Notwendigkeit für die Finanzierung des Palästinaaufbaues; ist. Wenn einmal die Möglichkeit bestehen wird, die Papiere palästinensischer Institute jederzeit abzusetzen, zu Kursen, die laufend bekanntgemacht werden, dann wird Anlage suchendes Kapital, vor allem jenes, das heute in den Banken Palästinas in großen Summen brach liegt, solche Papiere in Menge kaufen und das Aufbauwerk in ungeahnter Weise befruchten. Auch hier kann das nationale Kapital vorangehen. Von sehr sachverständiger Seite ist ein Vorschlag gemacht worden, daß der Keren Hajessod einen nicht allzugroßen Fondsj für ein Kursstützungssyndikat aussetzt, zunächst für Hypothekenpfandbriefe, so daß ein Uebernahmssyndikat gebildet werden könnte, das täglich die Kurse veröffentlicht, zu denen es die Pfandbriefe kauft und verkauft. Eine solche Gestion von Teilen der KH-Eingänge würde auch einer These der revisionistischen Partei entsprechen, daß der KH. nichts direkt finanzieren, sondern als Garantiefonds funktionieren soll. Die letzten Meldungen lassen übrigens hoffen, daß dieses Institut Aussichten auf Verwirklichung hat. Dies sind die nächsten Aufgaben des nationalen Kapitals, wobei die bisherigen unverändert weiter bestehen bleiben, wie sie im Referate won Arlosoroff aufgezählt worden sind. Die tatsächliche Entwicklung hat es leider mit sich gebracht, daß die nationale Kapital zwar Bedeutendes leisten konnte, daß aber nicht erreicht werden konnte, was schon vornherein als seine zentrale Aufgabe erkannt worden war: die nationale Kontrolle über das ganze Aufbauwerk durch ein geschlossenes System von Finanzinstituten, die unter nationaler Oberleitung stehen. Welch hohe Meinung man auch immer von der schöpferischen Kraft entfalteter Privatinitiative haben mag, und so sehr wir sie zu förderri bestrebt sein müssen, so ist es dennoch klar, daß der Private, selbst wenn er von nationaler Begeisterung erfüllt ist, gar nicht die Funktion, die Fähigkeit und die Möglichkeit hat, das Gesamtinteresse des Volkes bei seiner Arbeit voll zu wahren. Dies kann nur durch eine nationale Kontrolle des ganzen Aufbauwerkes gewährleistet werden, und wir wollen (trotz aller Ungunst der Zeiten niemals davon ablassen, danach zu streben, diese doch einmal in vollem Maße durchzusetzen. Das ist natürlich nur möglich, wenn entsprechend große Mittel aufgebracht werden können. Dieses .„Können" liegt nicht nur in Bedingungen außer uns. Zur A<ufbringung nationalen Kapitals an welcher Form immer, bedarf es auch einer unermüdlichen moralischen Anstrengung aller Kreise der Bewegung. Eine Geldaufbringung für nationale Aufgaben erfordert zunächst die Einsicht aller Zionisten ohne Unterschied, daß es hier um Ziele geht, die jeden, das heißt alle, angehen. Es handelt sich nicht, um es wieder zu sagen,, um Sozialismus oder Gemeinwirtschaft oder Arbeiterwirtschaft gegen Privatwirtschaft oder Mittelstandstförderung etc. Es handelt sich vielmehr um die Schaffung der Vorbedingungen, die nötig sind, um die maximalst Zahl von Juden aller Klassen in gesunder Schichtung in Erez Israel zu verwurzeln. (Nachbemerkung der Redaktion: Der Referent schloß mit einem Appell an die Parteien, sich nicht als Selbstzweck anzusehen. Die «Erfordernisse für das Funktionieren der Organisation seien: Disziplin nach oben, aber auch Führung von oben.)

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