Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober 1933)
- Article
- Der Entwicklungsgang der Arbeiter-Krankenkasse in Palästina
- Date
- 1933-10-01
- Page
- Seite 351 (sequence 7)
- Language
- German
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Tätigkeit zum Teil selbständig, zum Teil gemeinsam mit der Hadassah hineinbezogen. In den Städten wurden Beratungsstellen für Frauen eröffnet. In letzter Zeit steht auch die Kupat-Cholim in Kontakt mit dem Sportklub „Hapoel", zwecks gemeinsamer Arbeit zur Ertüchtigung der Jugend. So geht die Kupat-Cholim allmählich daran, mit ihren knappen Mitteln auch die Präventivarbeit auf sich zu nehmen, von dem Gedanken ausgehend: „Im ein ani Ii — mi Ii?". Wenn ich nicht selber für mich sorge, wer wird es denn sonst tun? Und trotz all der einschneidenden Maßnahmen (haben die Kassenmitglieder in der vor kurzem stattgefundenen Generalversammlung (über die wir unter „Sanität" in Nr. 7/9 berichteten. — Die Re!d.) ihre volle Zufriedenjieit mit der Entwicklung der Krankenkasse Ausdruck verliehen. Freilich kann die Kupat-Cholim auf keinen Fall alle ihre Aufgaben erfüllen, solange nicht die anderen Faktoren: Regierung, Munizipalitäten und Jewish Agency tatkräftigst mittun. Aus den Kolonisationsreferaten des 18. Zionistenkongresses. Vorbemerkung der Redaktion: Nachstehend bringen wir einige Abschnitte aus zwei am 18. Zionistenkongreß gehaltenen Referaten, welche sich mit Fragen der Kolonisation befassen. Leider läßt es der Raummangel nicht zu, diese (wie auch andere Referate) voll abzudrucken. I. Probleme der landwirtschaftlichen Kolonisation in Palästina. Von Agr. I. Wilkansky (Volcani), Leiter der landwirtschaftlichen Versuchsstation der Jewish Agency. Vorbemerkung der Redaktion: Der Referent zeichnete zuerst in einem theoretischen Teil die Voraussetzungen der Kolonisation in Palästina. Er sprach ferner davon, daß die Ausdehnung der Zitruspflanzungen unvermeidlich sei und fuhr dann wie folgt fort: Wir müssen einen kleinen Wirtschaftstypus fördern, der der arbeitenden Familie alle Speiseerzeugnisse liefert und nur den Ueberschuß auf den Markt bringt. Die Hauptlinien, die die Eigenschaft dieser Wirtschaft festsetzen, sind folgende: Eine kleine Flächeneinheit, volle Selbstversorgung, Verkauf des Ueberschusses, beschränktes Investitionskapital, keine Mechanisierung, Grundlage der Verkauf auf dem lokalen Markt. Diese Wirtschaft wird sich unterscheiden von der gemischten Wirtschaft, die in ihren einzelnen Zweigen verbunden ist — eine „Mosaik"-Wirtschaft. Die Vorteile dieser Wirtschaft liegen in der Beschränkung der Investitionssummen. Sie wird außer dem Boden etwa 300