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Palästina · 1933-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1933) · p. Seite 245

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1933)
Article
Metallwirtschaftliche Möglichkeiten in Palästina
Date
1933-07-01
Page
Seite 245 (sequence 9)
Language
German
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seits besteht die Möglichkeit, des Imports des sogenannten „Levante-Kupfers" aus Syrien usw., eines Leichtkupfermaterials, das heute ausschließlich! in die europäischen Altmetallhütten geht. Ich glaube gezeigt zu haben, daß es durchaus der Müh'e wert ist, die metallwirtschaftlichen Möglichkeiten Palästinas sehr ernsthaft zu studieren. Gewiß zeigen sich heute — zum guten Teil infolge der Vorgänge in Deutschland — verhältnismäßig viel Fachleute, mögen sie nun aus dem Handel, aus der Hüttenindustrie oder aus der metallverarbeitendein Industrie kommen, für unseren Markt interessiert. Aber in den meisten Fällen ist das Interesse nur ein sehr oberflächliches, und nach der ersten negativen Auskunft pflegt der Interessent sofort zu erklären, es sei hier kein Platz für ihn und sein Kapital. So einfach liegen die Dinge nicht. Es kommt heute für uns darauf an, ohne übertriebene Erwartungen, mit denen der Tourist oder Einwanderer ja über5haupt dem Lande gern gegenübertritt, und vor allem mit der erforderlichen Zähigkeit an die Lösung der oben umrissenen Sonderprobleme heranzugehen. Das kann auch einmal Geld kosten. In Europa und Amerika ist ja in der/ Metallwirtschaft auch immer viel Geld verloren, auf der anderen Seite aber auch immer sehr viel Geld verdient worden. Juden sind es gewesen, die die ganze Entwicklung der internationalen Metall Wirtschaft entscheidend beeinflußt und gefördert haben. Es wäre grotesk, wenn sie mit ihrer großen metallwirtschaftlichen Erfahrung nicht dazu in der Lage sein sollten, auch die Möglichkeiten Palästinas dem gegebenen Rahmem entsprechend auszunutzen. Die Berulsverhältnisse der Bevölkerung in Palästina nach der Volkszählung. Von Dr. A. Ruppin, Jerusalem. Die Resultate der zweiten Volkszählung in Palästina vom 18. November 1931, die jetzt in zwei umfangreichen Bänden vorliegen* übertreffen sowohl in ihrem Umfange, als in ihrer Bearbeitung bei weitem die erste Volkszählung vom Jahre 1922. Sie geben ein erschöpfendes Bild von der sozialen Struktur der Bevölkerung, wie es in diesem Umfange für ein Land von der Größe Palästinas kaum noch anderwärts zu finden ist. Dem Leiter der Volkszählung, Mr. E. Müs, der im Band I eine sehr instruktive Analyse der im Band II enthaltenen Tabellen gibt, gebührt für seine Leistung uneingeschränkte Anerkennung. Die beiden Bände sind für jeden, der die sozialen Verhältnisse der Bevölkerung Palästinas* in ihren Einzelheiten kennen will, eine fast unerschöpfliche Fundgrube. Im fol-i genden greifen wir aus dem Material der Volkszählung die beruflichen Verhältnisse der Bevölkerung heraus. Wir beschränken uns dabei auf die seßhafte Bevölkerung Palästinas, die 969.268 Köpfe zählte und lassen die nomadische Bevölkerung, die sich auf 60.684 Seelen belief, außer Betracht. In Tabelle I ist die Gesamtbevölkerung Palästinas und die Juden gesondert nach ihrer Zugehörigkeit zu den Hauptwirtschläftszweigen in 12 Rubriken gegliedert. Dabei ist unterschieden zwischen den Erwerbstätigen (Earwers) und

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