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Palästina · 1933-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1933) · p. Seite 179

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1933)
Article
Das landwirtschaftliche Siedlungswerk des Keren Hajessod in Palästina
Date
1933-05-01
Page
Seite 179 (sequence 4)
Language
German
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den jetzt allgemein anerkannten Erfordernissen entsprechen, wurden mit geringen Kosten nach, einheitlichen Plänen angelegt. Auf denselben Grundlagen beruKt die Geflügelzucht. Durch sorgfältige Auswahl der besten Sorten wurde eine Produktion von 150 bis 180 Eiern im Jahr (gegenüber früher 70) erreicht. Die besten Inkubatoren wurden eingeführt. Krankheiten wurden bekämpft. Moderne Hühnerställe nach den Standardplänen anderer Länder wurden erbaut. Edlere Sorten von Tafeltrauben wurden gezüchtet und die modernen Weingärten im Emek tragen jetzt 600 bis 1.500 Kilogramm pro Dunam; neue Gemüsearten oder -Abarten wurden erfolgreich eingeführt (Kartoffeln, Tomaten, Blumenkohl usw.). Die besten Methoden zur Gemüsezucht, Bewässerung und Düngung wurden festgelegt. Aufs neue ergab sich die große Bedeutung der Bewässerung für die Erzielung von Futtermitteln und Gemüsen. Durch sie wurde es den jüdischen Bauernwirtwirtschaften im Emek und Jordantal ermöglicht, grundlegende Veränderungen der Klee-, Mais- und Alfalfaproduktion auf bewässertem Boden einzuführen und neue Gemüsesorten zu züchten. Auch künstliche Bewässerungsmethoden mit Hilfe von Beregmingapparaten wulrdiejn eingeführt und auspropiert. In dieser modernen Form des gemischten Betriebes ist die Ertragsfähigkeit des Bodens (durcn Wiederherstellung der Fruchtbarkeit, große Ernten, neue Kulturen, Bewässerung) erhöht und ein großer Teil seiner Erträgnisse zur Förderung der hochwertigen tierischen Produktion verwendet worden: Milcb und Milchprodukte, Fleisch, Eier. In allen diesen Zweigen der Landwirtschaft wurden die Zahlen für Produktion, Ausgaben und Einnahmen in einer Zeit von 8 bis 10 Jahren sorgfältig gesammelt und bearbeitet. Sie ermöglichten es den Sachverständigen der landwirtschaftlichen Abteilung, detaillierte Pläne und Budgets für die Einrichtung der modernen intensiven Landwirtschaft auf schwerem Boden auszuarbeiten. Die Parole „minimale Ausstattung" wurde nicht umsonst ausgegeben. In den Musterbudgets, die 1929/31 für die verschiedenen Gebiete des Emek ausgearbeitet wurden, war diese Forderung in die Praxis umgesetzt. Ihre Ziffern sind allerdings immer noch höher als die in Griechenland oder Rußland, da sie auf der Voraussetzung eines gewissen Lebensstandards beruhen, unter den uns1 ere Siedler nicht heruntergehen dürfen. In jedem Budget ist ein zweizimmriges Betonhaus vorgesehen, sowie die Bereitstellung von Produktionsmitteln, die dem Siedler ein Nettoeinkommen von 70 bis 80 Pfund pro Jahr für die öebergangsperiode zusichern. Der jetzt für die Ansiedlung eines Farmers im Emek erforderliche Betrag wurde demnach auf 630 bis 650 Pfund festgesetzt (ohne Boden, der vom KKL. in Pacht genommen wird). Diese Pläne sind in allen Details ausgearbeitet und werden denjenigen, die das Siedlungswerk fortzusetzen haben, sehr dienlich sein. Auf Grund dieser Pläne erhielt der Keren Hajessod 1931/32 endlich die Möglichkeit, einen Schritt weiterzugehen. Während er einerseits allen Siedlungen die Produktionsmittel zur Verfügung stellte, die notwendig waren, um sie endgültig auf eigene Füße zu stellen, schloß er gleichzeitig mit jeder Siedlung einen Kontrakt über die Rückzahlung der gewährtein Darleihen, wodurch die finanziellen Beziehungen zwischen diem Fonds und den Siedlern geregelt und stabilisiert wurden. Die Höhe des investierten Kapitals wurde sorgfältig

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