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Palästina · 1933-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1933) · p. Seite 165

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1933)
Article
Ansiedlungsmöglichkeiten in der Landwirtschaft
Date
1933-05-01
Page
Seite 165 (sequence 10)
Language
German
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allerdings bis zur Fruqhttragung der Pflanzung auf Nebenverdienst durch Lohnarbeit angewiesen. 3. Die Mindestkosten der Ansiedlung (auf JNF.-Boden) betragen für den Mittelständler etwa 1000 Pfund oder, wenn er zunächst nur ein arbeitendes unverheiratetes Familienmitglied an den Platz der Ansiedlung schickt und selbst noch 7—8 Jahre in seiner bisherigen Beschäftigung verbleibt, 725 Pfund. Die Kosten der Ansiedlung des Arbeitersiedlers (auf JNF.-Boden), der bis zur Fruqhttragung seiner Orangenpflanzung auf Nebenverdienst aus Lohnarbeit angewiesen ist, belaufen sich auf 375 Pfund. 4. Vom 10. Jahre ab beträgt die jährliche Reineinnahme (außer mietfreier Wohnung und Produkten aus der Wirtschaft) beim Mittelständler 150 Pfund* beim Arbeitersiedler 100 Pfund. Diese Einnahme erlaubt beiden Siedlerkategorien einen angemessenen Lebensunterhalt und die 2 o/o ige Amortisierung und 5 o/o ige Verzinsung eines Ansiedlungsdarldhens von 250 Pfund beim Mittelständler und 280 Pfund beim Arbeitersiedler. Die Aussichten der Textilindustrie. Von David Horowitz, Tel-Aviv. Die bescheidene und bis jetzt kleine jüdische Textilindustrie in Palästina ist nicht als Reaktion gegen den Import fremder Textilwaren entstanden, sondern war das Produkt eines Imports von westlicher industrieller Initiative, westlichen Kapitals, westlicher kapitalistischer Arbeitsmethoden usw. Sie jbenützt seit den ersten Jahren ihrer Entstehung moderne und kapitalistische Produktionsweisen. Sie bildet keine endogene palästinensische, sondern eine exogene westliche Erscheinung. Ihren potentiellen Wert und ihr zukünftiges Gewicht scheint Simpson hoch eingeschätzt zu haben, indem er dieser Industrie nicht weniger als vier Bemerkungen in seinem Bericht widmete (die einzige Industrie, die solcher Aufmerksamkeit gewürdigt wurde), in denen er den Jischub von den großen Gefahren der Entwicklung einer Textilindustrie im Lande warnt und sich an die Regierung wendet, diesen Gefahren vorzubeugen. (Man nahm damals an, daß ihn die Sorge um den Absatz der britischen Erzeugnisse in Palästina dabei leitete. — Anm. d. Red.) Das entscheidende Problem ist, ob die Textilindustrie im Lande rentabel sein kann und nicht im Gegensatz zu der wirtschaftlichen Entwicklung und ihren Gesetzen steht. Als Prüfstein kann uns in dieser Hinsicht in gewissem Maße die Erweiterung der schon bestehenden Industrie und der in ihr beschäftigten Zahl der Arbeitskräfte, die Verwendung elektrischer Kraft, die Größe des Exportes usw. dienen. Eine permanente Erweiterung einer Industrie, die Verluste einbringt, ist wohl kaum denkbar. Die Erweiterung der Industrie und ihre Entwicklungstendenzen. Wir besitzen keine statistischen Zahlen über die Entwicklung der Textilindustrie im ganzen Lande. Was aber Tel-Aviv betrifft, wo sich die große Mehrheit der jüdischen Betriebe konzentriert hat, so existierten dort 1924 nur 3 Betriebe mit 24 Arbeitern. Im Jahre 1926 stieg die Anzahl der Betriebe auf 13 mit 216 Arbeitern. Für die Jahre 1926 und 1929 werden folgende Angaben gemacht:

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