Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1933)
- Article
- Ansiedlungsmöglichkeiten in der Landwirtschaft
- Date
- 1933-05-01
- Page
- Seite 162 (sequence 7)
- Language
- German
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J^j2 «*W Pfund besitzen, um davon ihren Lebensunterhalt in den ersten 7—8 Jahren zu bestreiten. Besser ist es, wenn sie noch 7—8 Jahre von ihrem bisherigen Berufe leben und an den Ort der Absiedlung niur ein£n unverheirateten und für landwirtschaftliche Arbeit geeigneten Sohn schicken. Diejser wird für seinen Unterhalt in den ersten 7—8 Jahren mit einem Zuschuß von etwa 250 Pfund auskommen. In diesem Falle würden für die Ansiedlung (auf eigenem Boden) 950 Pfund oder (auf JNF.-Bqden) 725 Pfund genügen. Dasselbe Resultat wird erreicht, wenn die Pflanzung durch eine Pflanzxjngsgesellschaft angelegt wkfc|. In diesem Falle würden Anlage und Pflege der 10 Dunam Orangen (ohne Boden) 500—550 Pfund kosten. Die Differenz gegen die Kosten der Pflanzung durch ein Familienmitglied (280 Pfund) beträgt also etwa ebensoviel, wie der Unterhalt des Familienmitgliedes kostet. 3. Arbeitersiedler. Arbeiter, die mehrere Jahre hindurch in Palästina in der Landwirtschaft gearbeitet haben, und bereits imstande sind, den Standard of life eines landwirtschaftlichen Arbeiters für weitere zehn Jahre beizubebehalten, in ihrer Wirtschaft alle Arbeit selbst zu verrichten und außerdem in ihrer freien Zeit als Lohnarbeiter zu arbeiten, sollen auf einer Fläche von 15 Dunam im Anfang fünf Dunam für Orangen und zehn Dunam für Gemüse- und Futterbau verwenden. Die Einrichtung einer solchen Wirtschaft kostet: 15 Dunam Boden ä 15 Pfund............ 225 Pfund Bepflanzung von fünf Dunam mit Orangen (ohne Bezahlung für menschliche Arbeit) ............140 Pfund Bewässerungsanlage für weitere zehn Dunam......75 Pfund Haus und Stall.................115 Pfund Umzäunung und Inventar (Kuh, Geflügel, Geräte) .... 45 Pfund 600 Pfund Dieser Betrag verringert sich um 225 auf 375 Pfutojd, wenn der Siejdler den Boden vom JNF. in Erbpacht bekommt. Der Arbeitersiedler braucht, wenn wir den sehr bescheidenen Standard of life •eines jungen palästinensischen Arbeiter-Ehepaares zugrunde legen, außer mietfreier Wohnung mindestens 60 Pfund jährlich für seinen Unterhalt. Seine Orangenpflanzung bringt ihm in den ersten fünf Jahren nichts ein, Wohl aber kann er von den zehn Dunam bewässerten Boden unjd von seiner Kuh und seinen Hüihnern nach einer detaillierten Berechnung der landwirtschaftlichen Versuchsstation Weizen, Viehfutter, Gemüse, Milch, Eier im Werte von 25 Pfund für den eigenen Bedarf und ebensoviel für den Verkauf erzeugen. Es bleiben ühm dann im Jajhre noch mindestens 50 freie Arbeitstage übrig, während deren er durch Lohnarbeit bei anderen zehn Pfund verdienen kann. Damit sind seine Ausgaben gedeckt. Falls der Markt für Gemüses Mildh, Eier beschränkt ist, kann der Siedler deren Erzeugung für den Verkauf bis zum Werte von 15 Pfund jährlich verringern und dafür statt 50 Tage 100 Tage Lohnarbeit leisten. In den Fällen einer besonders günstigen Lage zum Markte und eines für Gemüsekultur geeigneten Bodens ist eine Wirtschaftsform denkbar, bei welche? der Siedler ohne Anpflanzung von Orangen von A(nf ang an seinen Unterhalt ganz aus den Erträgnissen von einjährigen Kulturen bestreitet. Nach den Mitteilungen des Herrn J. Wjlkanski, Leiters der landwirtschaftlichen Versuchsstation, dem ich ebenso wie seinen Mitarbeitern M. Wilkansky und Kliwaner für viele Informationen verbunden bin, kann ein selbstarbeitender tüchtiger