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Palästina · 1933-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1933) · p. Seite 156

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Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1933)
Article
Die Zukunft des jüdischen Haifa
Date
1933-05-01
Page
Seite 156 (sequence 12)
Language
German
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Ich bin für dieses Mal am Schlüsse meiner Ausführungen. Es ließe sich noch vieles zu diesem Thema sagen, viele Details, die nicht in den Rahmen eines Aufsatzes gehören, vieles Interessante über die „Randgebiete" zwischen den jüdischen und nichtjüdischen Quartieren, über gemischte Viertel, über die zentralen Teile; darüber ein anderes Mal. Ich hoffe aber, wenigstens bei einem Teil meiner Leser den Eindruck erweckt zu haben, daß das kommende Haifa, an dem die Juden einen hervorragenden Anteil nehmen sollen, dem Bilde nicht ganz unähnlich sein wird, das Herzl in seinem „Altneuland" von Haifa entworfen hat. (März 1933.) Ansiedlungsmöglichkeiten in der Landwirtschaft. Von Dr. Arthur Ruppin, Jerusalem. Der folgende Artikel war bereits vor einiger Zeit geschrieben, er gewinnt aber jetzt durch die Ereignisse in Deutschland besondere Aktualität. Palästina kann denjenigen Juden in Deutschland, deren Existenzaussichten durch die neue politische Wendung zerschlagen sind, zur Zuflucht werden, falls sie bereit sind, zur Landwirtschaft überzugehen und die dafür erforderlichen Voraussetzungen erfüllen. Zu diesen Voraussetzungen gehört bei Leuten], die infolge ihres Alters oder mangelnder physischer Kraft zu schwerer Arbeit' nicht geeignet sind, sondern dafür Lohnarbeiter beschäftigen müssen, bei bescheidener Lebenshaltung ein Kapital von mindestens 3000 Pfund; bei jungen, kräftigen Leuten im Alter bis zu 30 Jahren, die sich noch auf die Land;wirtschaft und ein hartes und entbehrungsreiches, aber friedliches unid m!it der Natur verbundenes Leben umstellen können, ein Kapital von 1000 Pfund bis 1200 Pfund; bei jungen, kräftigen Leuten von 16—20 Jahren, die mindestens während eines Jahrzehntes als Lohnarbeiter und in der eigenen Wirtschaft weifl über das durchschnittliche Maß hinaus arbeiten und sich in dieser Zeit mit dem baren Existenzminimum begnügen müssen, ein Kapital von 400 Pfund. Die beiden letzteren Kategorien sollen erst dann zur Begründung einer eigenen, Wirtschaft sehreiten, wenn sie während einer Probezeit von einem bis drei Jahren ihre Eignung für die landwirtschaftliche Arbeit bewiesen haben. Außer der Landwirtschaft kann die Industrie eine Existenzquelle für diejenigen werden, die gründliche Fachkenntnisse und wenigstens einen erheblichen Teil des erforderlichen Kapitals für einen Industriezweig haben, der in Palästina günstige Produktions- und Markt-Bedingungen hat. Ob dies zutrifft, kann nur von Fall zu Fall festgestellt werden. Die Aussichten für Akademiker (Aerzte, Zahnärzte, Ingenieure, Rechtsanwälte) sind schlecht, da diese Berufe in Palästina bereits überfüllt sind. Rechtsanwälte werden außerdem nur nach einer Prüfung, die in englischer oder hebräischer Sprache abgehalten wird und eine längere Vorbereitung erfordert, zur Praxis zugelassen. Sehr geringe Aussichten bestehen; auch für Detailkaufleute und kaufmännische Angestellte, da alle Handelszweige

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