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Palästina · 1933-03-01 · Heft 3-4 (März 1933) · p. Seite 102

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 3-4 (März 1933)
Article
Kleintierzucht in Palästina
Date
1933-03-01
Page
Seite 102 (sequence 3)
Language
German
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Das Einkommen von Ziegenhaltung ist außerordentlich verschieden. Bei Damaskusrasse fand der Autor in einem Fall 2 Pfund per Kopf, bei einheimischer Ziege 0.66 Pfund. 1927—1930 wurde der Durchschnitt mit 750 Mil bei einheimischen Ziegen gefunden, indes die jüdischen Kolonien 2 Pfund rechneten. Für 1930/31 müssen 25 Prozent weniger veranschlagt werden. Der Verfasser spricht nach eingehender Beschreibung der .Schaf- und Ziegenzucht über die Aussichten derselben in der Zukunft. Die Zucht genügt nicht der Nachfrage nach Fleisch tmd Milch. Sie wird nie genügen können, weil das Land nur verhältnismäßig wenige Landstreifen, die für diese Zucht geeignet sind, besitzt. Selbst wenn in den jüdischen Kolonien alles dafür passende Land benützt werden würde, so käme man auf eine Zahl von bloß 25.000 bis 30.000 Stück. Bei den Beduinen verhindert ihre Primitivität die Einführung von Verbesserungen in Zucht und Pflege. Auch der Fellache wird noch lange keine modernen Methoden anwenden können. Die wichtigste Art der Verbesserung der Zucht besteht in Einführung besserer Rassen und in Rassenkreuzung. Das erfordert aber auch eine Verbesserung des Futters. Deshalb ist es auch nicht richtig, daß eine Intensivierung der Landwirtschaft die Kleintierzucht verdrängt, sie schafft im Gegenteil günstigere Aussichten für deren Rentabilität infolge der Erträge an besserem Futter. Die Mineralindustrie von Palästina und Transjordanien. Von G. S. Blake, Jerusalem. Vorbem. d. Red.: Wir haben bereits 1930, S. 278, einen Artikel des Verfassers, der Chefgeologe der Regierung ist, über „Die Mineralschätze Palästinas" veröffentlicht. In „Commercial Bulletin" Nr. 12 ist der nachstehende neuere Forschungsbericht enthalten. In den hebräischen Schriften sind Stellen, die sich auf das Vorkommen von Kupfer und Eisen beziehen, aber keine für das von Gold. Erst in der Nachkriegszeit ist von verschiedenen Seiten behauptet worden, daß Gold gewonnen werden kann — auf dem Sand von Akko, unterhalb Jerusalem und an anderen Stellen. Nachforschungen wurden in Galiläa und an den Hügeln von Judäa angestellt, ergaben jedoch kein Resultat. Das einzige Mineral, das gefunden wurde, war gelbes Eisenpyrit, dessen Vorkommen erklärt, warum man guten Glaubens jenes von Gold annahm. (Die Proben, die mit Adern, die Pyrit oder Kupfer enthielten, gemacht wurden, ergaben keine Spur von Gold.) In dem bewohnten Gebiet sind Mineralien selten, besonders Eisenerz, das beinahe dort unbekannt ist, außer in kleinen Mengen, in Kalkstein gelagert. Die Erzöfen in alter Zeit waren klein und die verarbeiteten Mengen gering; es ist zweifelhaft, ob irgendeine der bekannten Lagerstätten in Palästina jemals den Bedarf der Philister oder der Juden gedeckt haben. Dagegen, gibt es in Transjordanien große Lager von Eisen in den Bergen von Adschluiv und dort findet man Ueberreste von Oefen, in denen die Erze mit Holzkohle aüs den umgebenden Wäldern geschmolzen wurden. Diese Oefen gehen auf

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