Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1933)
- Article
- Bewässerungsfragen
- Date
- 1933-03-01
- Page
- Seite 99 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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zu drainieren, speziell im Winter, und die Unmöglichkeit einer frei flutenden Bewässerung ohne den Bau undurchlässiger Kanäle mit hoher Lage, die Notwendigkeit der Hebung des Wassers auf große Höhe, luid langer Röhrenleitung, wenn Land, das nicht in unmittelbarer Nähe der Flüsse gelegen ist, bewässert werden soll, die Natur der Kulturen, die nötig sind, um auf den schweren Böden rentabel zu wirtschaften, ferner die verwickelten Verhältnisse bezüglich des Eigentums — oft ist es nicht das gleiche für Land und Wasser oder der Besitz gehört Dörfern oder dem Wakf — all dies sind einige der Schwierigkeiten, welche erklärlicjhi machen, warum so viele tausende Kubikmeter Wasser ungenützt ins Meer fließen. Staubecken im Hügelland. Sehr viel ist schon über die Aufstauung des Wassers im Hügeldistrikt gesagt worden. Es wird aber nicht allgemein beachtet, daß die Natur des Bodens durchlässig ist. Man muß Ausschau nach einem Tale halten, daß eine breite Ueberfallsole und einen engen Ausgang hat, wodurch es möglich wäre, einen Damm billig zu bauen. (Hier folgen im Original fachliche Beschreibungen über die nötigen Eigenschaften eines solchen Tales. — Anm. d. Red.) Die vielen Fragen, warum keine Dämme 5n der Hügelgegend vorhanden sind, erledigen sidh durch den Hinweis auf die lange Zeit des Winters, während welcher durch die Hohlwege der Hügel mächtige Wassermassen herabfluten. Die großen Ausgaben für den Damm und für die Leitung zu dem zu bewässerndem Terrain verlangen eine ununterbrochene Kultivierung. Für diese muß Gewähr für eine ununterbrochene Wasserlieferung während des ^Sommers gegeben sein. Jedoch muß daran erinnert werden, daß viele der Früchte, welche für die Hügelgegend passend sind, keine künstliche Bewässerung im Sommer verlangen. Der Schreiber dieser Zeilen kennt mehr als eine, als Steuerreservoir mögliche Gegend in jenem Hügelland, das an die Küstenebene grenzt, bei der die Füllung des Reservoirs nicht von den Sturzwassern des Winters abhängig wäre. Untergrundwässer in der Küstenebene. Palästina hat in der Küstenzone glücklicherweise große Reserven von Untergrundwasser. So weit bis jetzt die Beobachtungen reichen, sind wenig Besorgnisse wegen der jährlichen Ergiebigkeit nötig. Die Beanspruchung ist bis jetzt im Vergleich mit dieser geringfügig und sollte in einigen Gegenden der Bedarf nicht gedeckt werden, so können einfache und billige Regulierungen in den Hügelrinnen, die das Eindringen größerer Wassermengen in die Schichten des Untergrundes sichern würden, eine neue Reserve liefern. Die jüngste Zunahme der Kolonisationstätigkeit, die mit der Terrassierung und Aufforstung in den Hügeln verbunden ist, trägt überdies in sich selbst die Tendenz, die Zufuhr von Wasser in den Untergrund der Ebene zu fördern. Gegenwärtig ist es nach den jüngsten Beobachtungen des Schreibers dieser Zeilen dessen Meinung, daß wenig Grund zu Befürchtungen vorliege, aber dennoch sind Maßnahmen getroffen worden, uni bei Abnahme des Niveaus des Untergrundwassers die nötige Erhöhung des Zuflusses zu sichern. Aussichten im Distrikt Ber Sheba. Leider nehmen so fruchtbare Strecken wie sie im Dreieck Gaza—Beersheba— Khan Junis vorhanden sind, nicht teil an den Wasservorräten der Küstenebenen. Man versucht zu erforschen, ob in nicht zu großer Tiefe Süßwasser zu er-