Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1933)
- Article
- Die Lehren der Einwanderung des Jahres 1932
- Date
- 1933-03-01
- Page
- Seite 83 (sequence 11)
- Language
- German
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bereits eine Basis auch für private Investierung, nachdem in den Emeksiedlungen der Boden dafür vorbereitet wurde. Das Feld für Schaffung neuer Industrien hat sich in letzter Zeit erheblich erweitert; die Möglichkeiten für Hypothekarkredit sind in keiner Weise erschöpft oder ausgenützt usw. Auf allen diesen Gebieten wäre eine starke Initiative der allgemeinen Fonds vonnöten, denn es ist keine Frage, daß hier, wie auf anderen Gebieten, die private Initiative allein versagen muß. Sehr zur Unzeit beschränkt der Niedergang der Einnahmen jener Fonds die Möglichkeiten tatsächlicher Einflußnahme fast auf ein Minimum, allein die Wegrichtung bleibt nichtsdestoweniger bestimmbar. Große Aufgaben stehen vor einer aktiven jüdischen Wirtschaftspolitik in Palästina in der nächsten Zeit: Vorbereitung der Einwanderung bereits in der Diaspora, Bereitstellung geeigneter Fachkräfte, Hinüberleitung der privaten Kapitaleinwanderung, in Kanäle produktiver und bisher unausgenützter Wirtschaftstätigkeit, Verstärkung der allgemeinen nationalen Wirtschaftsinitiative, vorausbedachte Schaffung von Präventivinstrumenten gegenüber der Möglichkeit von Rückschlägen, Bekämpfung der Auswüchse von Spekulation- und Preistreibereien: All dies und anderes wären Aufgaben, des Schweißes der Edlen wert. Wir fürchten, daß die Situation der „Jewish Agency" im allgemeinen und der Fonds im besonderen, sie auch weiterhin zu allzugroßer Passivität verurteilen wird. Wie dem auch sei: Alle Kräfte sind anzustrengen, um die uns, aus welchen Gründen auch immer, gegebene Chance zu nützen; zu Pessimismus ist kein Anlaß; vieles ist in unsere Hand gegeben, denn eine Chance mag noch so „gegeben" sein, sie will auch genützt werden; die Möglichkeit, viele Zehntausende neuer Einwanderer in absehbarer Zeit im Lande zu verwurzein, verlangt einen großen Einsatz. Streiks und Aussperrungen in Palästina im Der Streik in der Biskuit-Fabrik von Frumin in Jerusalem und der Streikbruch seitens einer Gruppe von Revisionisten hat ^im Lande und in der Galuth zu einer umfassenden Diskussion über die Arbeitsverhältnisse in Palästina geführt. In dieser Auseinandersetzung nimmt die Frage der Arbeitsunterbrechungen in Palästina einen wichtigen, ja beinahe clen wichtigsten Platz ein. In der Hitze des Gefechtes wurden allerdings einige unrichtige Angaben über die Anzahl der Arbeitseinstellungen im Lande gemacht, die Von M. Nemirovski, Tel-Aviv.