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Palästina · 1933-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1933) · p. Seite 70

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1933)
Article
[Rezension] / a. b.
Date
1933-01-01
Page
Seite 70 (sequence 3)
Language
German
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In Summa sind die (einzelnen Artikel sehr instruktiv und bieten auch' manche weniger bekannte Daten. Wie immer bei solchen Sammelschriften kommt aber ein plastisches Gesamtbild nicht zustande. Auch wird diese Sammelschrift dem jüdischen Standpunkt nicht gerecht, da nur Nichtjuden über die politischen Fragen schreiben. Infolgedessen kommt, außer in einer Randnote, der jüdische Standpunkt nicht zur Geltung. Dieser wird nur kursorisch in dem Artikel von Prof. Dr. Myres behandelt, der in bezug auf die Frage, was „Nationalheim" bedeutet, sich auf ftie offiziellen britischen1 Interpretationen beruft und das Mandat der Zweideutigkeit beschuldigt, a. b. ) Viehzudht und Milchwirtschaft in Syrien, von D rr Siegfried Hirsch. Sonderabdruck aus „Zeitschrift für Züchtung", Reihe B, Band XXVI, Heft 3, S. (409) — 448. — Dr. Siegfried Hirsch, der sich in Palästina hauptsächlich mit der Erforschung vieh- und milcliwirtschaftlicher Probleme befaßt hat, gibt in der „Zeitschrift für Züchtung" eine zusammenfassende Darstellung über das Thema „Viehzudht und Milchwirtschaft in Syrien". Die Schrift 'Hirsdh's wird durch einige allgemeine Angaben über die geographischen und landwirtschaftlichen Verhältnisse Syriens eingeleitet und geht dann zur Darjj Stellung der einzelnen Fragen der Viehzücüit urid Milcherzeugung in Syrien1 über. Behandelt werden in. besonderen Absdiinitten der Stanld der Rindvieh zudht, die verschiedenen Viehrassen unfd -Kreuzungen Syriens, die Schaf- und Ziegenzucht und ihre Probleme und schließlich in gedrängter Form auch die Zucht von Kamelen, Pferden, Eseln und Maultiereta. Einige, Angaben über Bedeutung und ziffernmäßigen Umfang der Milclhverwertung und eine Zusammenfassung beschließen das Heft. Die Darstellung Hirseh\s zeichnet sidh durch eine gründliche Kenntnis der behandelten Fragen aus. Sie ist für Palästina besonders bedeutsam, weil Viehzucht- und Milchwirtschaftsprobleme Palästinas denen Syriens in weitem Maße ähnlich sind, ja bei der Herkunft des palästinensischen Viehs oft nur durch ein Studium der entsprechenden Fragen" in Syrien verstanden werden könjnen. 32 sehr schön reproduzierte Abbildungen ergänzen die Ausführungen des Verfassers, die eine erfreuliidhe Be^ reidherung der landwirtschaftlichen Literatur des vorderen Orients bilden; A. |B—g. Gerechtigkeit, von Dr. h. c. Friedrich von Oppeln-Bronikowski, mit einem Geleitwort von Ricarda Much, Verlag Berlin, S. 96. — Es berührt angenehm, wenn ein deutscher, ja sogar eijn deutschnationaler Autor es versucht, die Judenfrage objektiv zu erfassen. Man muß ihm dankbar dafür sein, wenn auch die erstrebte Objektivität ihn verhindert, die Dinjge schärfer zu sehen und ihn dazu bewegt, Licht und Schalten „gleichmäßig" verteilen zu wollen, was natürlich höchst subjektiv ausfällt. Ueber die Auserwählungsidee •der Juden spottet er, ohne deren eigentlichen Sinn zu kennien. Gegenüber den Zionisten behauptet er, daß diese keine deutschen Staatsbürger sein können, daß der Zionismus ebenso zersetzend wirke wie der Antisemitismus, daß egr Unfrieden in die jüdischen Familien trägt usf. Das Ostjudentum sei eine ständige Gefahr für Deutschland, die Ostjujden sind lästige Ausländer, die nach Palästina gehen sollen. Leider entwerten solche! Urteile das Buch, das sonst in mutiger Weise gegen die antisemitischen Vorurteile zu Felde zieht. Das" gleiche gilt für seine durch nichts bewiesene Behauptung,

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