Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 16 (1933)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1933)
- Article
- Die Aussichten für den Absatz der Zitrusfrüchte [Nachricht]
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 3)
- Language
- German
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lionen Kisten Zitrusfrüchte kontrollieren, mehr als die Hälfte des Gesamtexportes des Landes. Davon werden durch Kooperative 1 Million, durch Einzelne 1.4 Millionen Kisten versendet werden. Die Macht der Organisation, besonders gegenüber den Verfrachtern ist heute allen klar. Die Zentrale beginnt auch mit gemeinsamen Ein- und Verkauf. Letzteres nach Einheitsmarken (wie es in Kanada gelang). Sie hat heuer auch von nicht jüdischen Pflanzern größere Sendungen vermittelt. Die Vollendung des Hafens von Haifa wird die Versendekosten herabsetzen. Das wichtigste Moment für die Erweiterung des Absatzes bleibt aber die Verbesserung der Qualität. In Nr. 38 von „Boustn'ai" spricht sich Smilansky wieder pessimistischer über die Absatzaussichten aus, und zwar besonders wegen der Zölle in England. Smilansky sagt, daß diese eine Viertelmillion Pfund betragen. Nach Nachrichten, die vor Schluß der ' Redaktion eintrafen, hat Smilansky auch auf der Konferenz der Pflanzenorganisation die Zollfrage als bedrohlich für den Absatz der Zitrusfrüchte erklärt. — Wir bemerken dazu, daß wir uns dieser Ansicht nicht voll anschließen können. Mit Ausnahme von Sendungen, die im November und im April nach England kommen, die aber mengenmäßig nicht viel ausmachen (in welchen Monaten Südafrika Vorzugszölle genießt), haben alle anderen Zitruslieferanten dieselben Zölle zu tragen, wie Palästina.. Es ist möglich, daß die Verteuerung dieser Früchte der raschen Vermehrung des Konsums Einhalt tun wird, deshalb können aber die Pflanzer noch immer einen Teil des «Zolles auf sich nehmen, denn Nettoerlös von 10 bis 15 Pfund per Dunam erlauben dies. Allerdings werden diejenigen Käufer fertiger Pardessim, die heute Phantasiepreise bis 180 Pfund per Dunam bezahlen (währen die Pflanzungskosten bis zur Fruchtreife in den letzten Jahren bloß 65 bis 70 Pfund betragen haben), da nicht mitkönnen. Aber es ist auf jeden Fall unausweichlich, daß solche Spekulationskäufe dem Erwerber nicht zum Nutzen gereichen können. (Anm. d. Red.) Die englischen Zölle auf Zitrus. Da vorläufig keine rechtliche Möglichkeit besteht, daß Palästina die Imperial Preferencie-Zölle genieße, haben sich nicht nur die Pflanzer, sondern auch die englischen Importeure an die Regierung mit Abänderungsvorschlägen gewendet. Die neuen Zölle für dem Reich nicht angehörige Länder sind für Orangen: vom April bis November 3 sh 6 pence per Cwt (50.8 Kilogramm). Grape: das ganze Jahr 5 sh per Cwt. Die jüdischen Pflanzer haben, da sowohl schon im November wie auch im April Zitrusfrüchte von Palästina exportiert werden, die Aenderung vorgeschlagen, daß für Orangen und Grape die Zölle vom 1. Mai bis 15. November eingehoben werden sollen, die englischen Händler haben vorgeschlagen, daß sie für Orangen in der Zeit vom 1. Juni bis 15. November eingehoben werden, für Grape vom April bis 30. November. Der Zoll auf Orangen sollte nicht höher als 31/2 Shilling per Cwt sein. Die ZitrusbÖrse in Jaffa berechnete, daß die neuen Gewichtszölle eine 120prozentige Steigerung der bisherigen Wertzölle bedeuten, was allein ein Plus von 50.250 Pfund auf den Export nach Englanfd ausmacht. Die Berechnung, auf welcher dabei Bezug genommen wird, ist die folgende: