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Palästina · 1933-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1933) · p. Seite 50

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1933)
Article
Die Aussichten für den Absatz der Zitrusfrüchte [Nachricht]
Date
1933-01-01
Page
Seite 50 (sequence 2)
Language
German
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zu sein. — Die Red.) Nach Kanada wunden in letzter Saison direkt und indirekt 27.000 Kisten palästinensischer Orangen exportiert. Die Preise waren sehr gut und entsprachen 6.5 Shilling per Kiste ab Baum, sie waren höher als für andere Provenienzen. Nach Kanada können nur die besten Früchte gesendet werden. Der Autor macht Vorschläge für die Verkaufscamp agne in diesem Gebiet. Im selben Heft wird ausgeführt, daß die spanischen Orangen infolge übermäßiger Ausdehnung der Produktion auf Kosten der Qualität immer geringer taxiert werden und für die Jaffa-Orange als Konkurrenz kaum mehr in Betracht kommen. Aehnlich ist es einst der portugiesischen Orange gegangen, welche ganz vom Markt verschwunden ist. Im gleichen Heft wird in einem Artikel darauf hingewiesen, daß der Konsum an Früchten in Europa ständig im Steigen ist. In England wurden 1931 Früchte im Werte von 31.7 Millionen Pfund importiert, nach Gewicht waren es 28.8 Cwt, per Kopf stieg der Konsum von 74.4 Pfund (1925) auf 79.7 (1931), davon der Konsum von Orangen von 18.7 auf 24.3 Pfund, Grape von 0.4 auf 2.1 Pfund. Palästina steht in Orangen an zweiter Stelle nach Spanien, welche das Fünffache soviel liefert als Palästina. Spaniens Anteil geht aber immer mehr zurück. Die Aussichten für Palästina sind sehr gut. Auch in Deutschland steigt der Früchteimport. In Orangen ist er jetzt doppelt so groß als 1913, in Frankreich um 75 Prozent. Ein ähnliches gilt für Skandinavien. Diese Tendenz hält an und ist ein günstiges Prognostikon für Palästinas Export. Etwas weniger optimistisch urteilt Moses Smilansky in „Boustn'ai" Nr. 34 bei Besprechung des kürzlich erstatteten Berichtes der ältesten jüdischen •Orangenverkaufsgenossenschaft „Pardess". In der abgelaufenen Saison trugen zum erstenmal die .neuen Gärten Früchte. Der Export war um 1,164.642 Kisten höher als in der vorigen Saison (3,631.541 gegen 2,466.989). Die weitere Steigerung wird eine sprunghafte sein, weil in den letzten Jahren die PflanVzungen allzu stark ausgedehnt worden sind. Allerdin-gs wird in dieser Saison die Zunahme nicht bedeutend sein wege,n der Frostschäden, man rechnet mit 4 Millionen Kisten. Der Export muß mit der stets noch andauernden Weltkrise rechnen, ferner mit Zollerhöhungen und Einfuhrverboten und -Beschränkungen, Devisenvorschriften usw. In Spanien ist die Ernte heuer so groß, wie schon lange nicht. Dazu kommt die verschärfte Konkurrenz der arabischen Pflanzer, welche ihr Produkt um 2 Shilling per Kiste billiger ausbieten, was teilweise der schlechteren Qualität zuzuschreiben ist (wodurch sie aber den Ruf der Jaffa-Orangen, auch der jüdischen, gefährden), teils der billigeren Arbeitskraft. Der Bericht der „Pardess" gibt folgende Ziffern an: die Kosten der arabischen Pflanzer für jede Kiste bis an Bord sind 120.25 Müs, die der jüdischen 147.45 bis 154.75, bei ausschließlich jüdischer Arbeit sogar 165.50 bis 180 Müs und sie werden auf 200 steigen (1 Shilling englisch sirid 50 Mal). Es steigen übrigens auch die Pflückkosten zumindest um 30 Mil per Kiste> die Mehrkosten eines jüdischen Pflanzers, der ausschließlich jüdische Arbeiter verwendet, sind sogar 80 Mil. Trotzdem kann gehofft werden, daß heuer infolge des weiteren Rückganges des Pfundes und der stets zunehmenden Nachfrage, die Saison guti ablaufen wird. Für Grape gilt dasselbe, insbesondere wegen der Schädigung der Ernte in Portorico durch Sturm. Ferner witfd durch die Abgesandten von „Pardess" und „Jaffa Fruit Cy" der Absatzmarkt für die Früchte immer mehr erweitert. In der heurigen Saison vri^A Aio- «"^«-^ Pflanzerzentrale 2.4 Mil-

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