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Palästina · 1933-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1933) · p. Seite 9

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Journal
Palästina
Volume
16 (1933)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1933)
Article
Der Entwicklungsplan (Development Scheme) für Palästina
Date
1933-01-01
Page
Seite 9 (sequence 2)
Language
German
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genommen, der später von Sir John Hope Simpson urtd Freneh weitergesponnen wurde. Sie 'hat in ihrem im Frühjahr 1930 ersföiienenen „Report of the Commission on the Palestrine Disturbancfis of August 1929" darauf hingewiesen, daß in vielen Fällen Juden von Großgrundbesitzern Land kauften, und daß die auf dem Boden befindlichen arabischen Pächter das Land verlassen mußten. Die Kommission hat zwar anerkannt, daß die Pächter von den jüdischen Käufern freigiebig un|d über das gesetzliche Maß hinaus entschädigt wurden, sie hat aber der Meinung Ausdruck gegeben/, daß die in Palästina geltenden Gesetze für den Schutz dieser Pächter nicht genügend seien. Ueber die Zahl der arabischen Pächter, die infolge des Landerwerbes von Juden ihren Boden verlassen mußten, hat die Kommission selbst keine Feststellungen gemacht; sie zitiert (Seite 118 ihres Berichtes) die Angaben des arabischen Experten Mr. Farah, der die Zahl der arabischen Pächter, die in der Esdralon - Ebene durch die jüdischen Landkäufe den von ihnen gepachteten Boden verlassen mußten, auf 1746 Familien oder 8730 Seelen bezifferte. Sie gibt auch der Kommission die Angaben des Verfassers dieses Artikels wieder, wonach die Zahl dieser Pächter in der Esdralon - Ebene 700 bis 800 beträgt, von denen aber die meisten in der Nachbarschaft neuen Boden gefunden hätten. Die Kommission beschäftigte sich weiterhin besonders mit dem Boden Wadi el Havaret, der von den Juden gerade kurze Zeit vorher in öffentlicher Auktion gekauft worden war und wobei mehr als 100 Pächter dieses Bodens entsprechend den Bedingungen bei dem öffentlichen Verkaufe ihr Pachtrecht auf den Boden einbüßten. Sie steht unter dem Eindruck der arabischen Behauptung, daß dile fortschreitende jüdische Kolonisation zur Verdrängung der Araber von ihren Böden führen müsse. Der Hope Simpson-Bericht. Die englische Regierung beschloss, auf Grund des Shaw-Berichtes, Sir John Hope Simpson nach Palästina zu senden, um die Voraussetzungen für einen größeren Development-Plan zu studieren. Hope Simpson, der im Frühjahr 1930 sechs Wochen in Palästina? weilte, war offensichtlich von dem Shaw-Bericht beeinflußt und kam nach Palästina bereits mit der Meinung, daß es in Palästina viele arabische Landwirte gäbe, die durch die Juden „landlos" (landless) geworden seien. Zu diesem Vorurteil kamen noch zwei andere Gründe, die ihn zu unrichtigen Schlüssen führten. Er ließ durch Flugzeuge einige Teile Palästinas kartographisch aufnehmen und kam daraufhin zu dem Resultat, daß Palästina, wenn man den wasserarmen und für Besiedlung vorläufig nicht geeigneten Südbezirk (Negew) beiseite lasse, nur 6.5 Millionen Dunam kultivierbaren Boden besitze. Diese Ziffer stand in krassem Gegensatz zu allen bisherigen amtlichen Angaben über die kultivierbare Fläche Palästinas, insbesondere zu den Angaben des Commissioners of Land, der die kultivierbare Fläche auf 12 bis 13 Millionen Dunam berechnete. Mit dem Fortschritt der Arbeiten der Land Settlement Commission wird es immer mehr klar, daß die Schätzung von Hope Simpson falsch und die Angaben des Commissioners of Land ridhtig sind. Der zweite Grund, der Hope Simpson zu falschen Schlüssen brachte, war eine irrtümliche Auslegung eines Berichtes, den kurz vorher eine Kommission von Beamten der palästinensischen Regierung unter dem Vorsitz von W. I. Johnson über die Lage der landwirtschaftlichen Bevölkerung erstattet hatte. (Report of a Committee on the Economic Condition

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