Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1932)
- Article
- Die Faktoren der Bevölkerungszunahme [Nachricht]
- Date
- 1932-12-01
- Page
- Seite 421 (sequence 2)
- Language
- German
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Im einzelnen weist die Pro-Tausend-Rate des natürlichen Bevölkerungszuwachses unter den verschiedenen Gruppen der Bevölkerung keine einheit^ liehe Tendenz auf: Tabelle III. Geburtenrate Todesfallrate Nat. Bevölk.-Zuwachs Moh. Christen Juden Moh. Christen Juden Moh. Christen Juden 1925 55,5 37,2 33,2 31,2 18,8 15,0 23,5 18,4 18,1 1927 56,1 38,9 35,1 33,0 20,1 13,4 23,0 18,8 21,6 1930 60,3 39,0 33,4 27,9 16,2 9,6 32,4 22,7 23,8 Die Tabelle zeigt die außerordentlich hohe Geburts-wie Tojdesfallrate unter den Mohammedanern; allein die gewaltige Kindersterblichkeit bewirkt, daß der natürliche Bevölkerungszuwachs der Mohammedaner den der anderen Gruppen nur umj 5 bis 10 pro 1000 v übersteigt. Bei den Christen und besonders bei den Juden ist das Verhältnis umgekehrt: Einer fast Lum die Hälfte geringeren Geburtsrate (die aber die Geburtsrate westeuropäischer Länder fast um das Doppelte übersteigt) steht eine minimale Todesrate gegenüber, die bei den Juden im Jahre 1930 mit 9,6 pro Mille nur von wenigen Ländern unterböte^ wird. Im Jahre 1930 betrug der absolute »natürliche Bevölkerungszuwachs 19.083 Mohammedaner, 1.881 Christen und 3.872 Juden. - Einwanderungsüberschuß: Wenn die "Zahl der Juden innerhalb neun Jahren (1922—1931) trotz des absolut nicht hohen natürlichen Bevölkerungszuwachses um zirka 100.000 (gegenüber einer Zunahme von zirka 164.000 der seßhaften nichtjüdischen Bevölkerung) gestiegen ist, so liegt der Grund im Einwanderungsüberschuß, wie die folgende Tabelle ersehen läßt: Tabelle IV. Jüdische Ein- und Auswanderung vom .1 Jänner 1923 bis 1. Jänner 1932. Einwanderung Auswanderung Ueberschuß 1923—1924 22.067 5.503 + 16.564 1925—1926 48.241 9.516 + 38/725 1927—1928 5.105 7.239 — 2.134 1929—1931 14.268 4.091 +10.177 Summe 89.681 26.349 -f- 63.332 Anmerkung: Die Tabelle enthält die durch die Ziffern der Zionistischen Organisation korrigierten Zahlen der Regierung (teilweise Erfassung der unregistrierten Einwanderung). Die Tabelle zeigt die starken Schwankungen in der jüdischen Einwanderung, besonders in den Jahren 1925—1927; seit 1930 befindet sich die Einwanderungsziffer wiederum in progressivem Ansteigen. Die Auswanderung, die ähnliche Fluktuationen aufweist wie die Einwanderung, ist andererseits in stetigem Fallen begriffen. Die nichtjüdische registrierte Auswanderung ist, allerdings nicht beträcht»- lich, größer als die Einwanderung: Von 1922—1931 wanderten 1.447 Moham-