Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1932)
- Article
- Die Ursachen der Hochkonjunktur
- Date
- 1932-12-01
- Page
- Seite 400 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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400 nicn^ außer Betracht gelassen werden, da diese den Fruehtexport zweifellos förderten. Es wurden verkauft (Kisten) nach: 1930/31 1931/32 655.104 135.827 49.795 Deutschland 510.412 Skandinavien 84.175 Holland 12.943 Es muß besonders in Betracht gezogen werden, daß die Steigenung des Absatzes palästinensischer Orangen gerade in eine Periode schärfster Krisis und Not (besonders in Deutschland) fiel. Da aber diese Länder die Goldwährung beibehielten, wurden für sie die Orangen um 20 bis 25 Prozent billiger. Diese Erscheinung des gesteigerten Exports ist für alle Sterlingländer charakteristisch. Palästina hat aber auch einen für das Land besonderen Aspekt dieser Erscheinung, nämlich das zeitliche Zusammenfallen des Fallens des Pfundes mit dem Kapitalzufluß und ihre kombinierte Wirkung, die eine weitere Anziehung für das Kapital ausübt. In Ländern, die den Goldstandard verlassen haben, bleiben die Preise immer hinter der Geldentwertung zurück. Es fordert eine längere Zeit, bis sich die Preise an den Fall der Währung anpassen und Waren, Immobilien usw. zu ihren Goldpreisen zurückkehren. Während dieser Uebergansperiode sind Waren, Boden und Immobilien unterwertet. Der Erwerb der unterwerteten Güter während der Uebergangs- und Anpassungsperiode wirft für den Käufer einen guten Gewinn ab. Aber nur wenige Einwohner des betreffenden Landes können sich diesen Vorteil zugute machen, da die Ersparnisse der Landesbevölkerung ebenfalls entwertet werden. Die Differenz zwischen dem Marktpreise der Güter in der Ueber* gangsperiode und dem Goldpreise, zu dem diese Werte zurückkehren müssen (entweder durch Revaluierung der Währung oder durch Steigerung der Preise), kann nur durch einen Außenseiter ausgenützt werden, der selbst nicht von der Geldentwertung gelitten hat. Der Landeseinwohner kann sich höchstens vor den Folgen dieses Prozesses durch den Erwerb von Gütern schützen und auch das nur in beschränktem Maße, da eine gewisse Preissteigerung sofort erfolgt. Der ausländische Kapitalist kann aber die bedeutende Differenz zwischen Goldpreisen und zeitweilig unterwerteten Preisen in der Landeswährung gewinnen.