Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober 1932)
- Article
- Die Exportbeziehungen Palästinas mit den wichtigsten Importländern
- Date
- 1932-10-01
- Page
- Seite 345 (sequence 3)
- Language
- German
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Fruchtsäfte (68 Pfund), künstliche Zähne (19 Pfund), Sesam (6.600 Pfund) usw. 345 Die Einfuhr von Wein hat völlig aufgehört. Es wäre aber bei richtiger Organisation möglich, sie wieder aufzunehmen und zu steigern. Deutschland. Die Zahl der Juden in Deutschland ist zirka 600.000 unter 65 Millionen Menschen, zirka 1 Prozent. In den Städten ist ihr Prozentsatz höher; z. B. Berlin 4 Prozent. Im Handel machen sie 7 Prozent aus, in einzelnen Branchen sind sie besonders vertreten: Textilhanjdel mit 40 Prozent, Bekleidung mit 55 bis 60 Prozent usw. Importwert 700 Millionen Pfund per Jahr. Der Hände) mit Palästina ist im Steigen. Export nach Palästina 1930: 762.000 Pfund, Import: 203.000. Insbesondere wächst der Import von Orangen aus Erez Israel (1920: 19.500 Pfund, 1930: 54.000 Pfund), der trotzdem erst 5 Prozent des Gesamtimports ausmacht (1931: 274.000 Tonnen, davon Palästina 14.000 Tonnen). Immerhin machte der Wert der Orangeneinfuhr 1930: 74 Prozent des Gesamtimports aus Palästina aus (149.000 von 203.000 Pfund). Für Ethrogim ist ein weites Feld vorhanden, da bisher nur Kleinigkeiten von Palästina importiert Wurden (1930: 200 Pfund). An zweiter Stelle nach Orangen stehen Durrah und Mais (1930: 37.652 Pfund), welcher Export noch sehr entwicklungsfähig ist, da Deutschland diese Waren 1930 im Werte von 6 Millionen Pfund importierte. An dritter Stelle steht Wej.n (1930 : 2.444 Pfund) bei einem Gesamtimport von 3 bis 3.5 Millionen Pfund. Pflanzenöle: Import ebenfalls so hoch (von Palästina nur um 232 Pfund). Eier: Import 14 bis 15 Millionen Pfund (aus Palästina nichts). Tabak: Noch im Jahre 1926 wurde von Palästina um 40.000 Pfund, 1927 um 21.000 Pfund importiert (Käufe Lubliners). Ab 1928 hörte die Einfuhr aus Palästina auf. Deutschland führt für 12 bis 13 Millionen Pfund Tabak ein. Gemüse und Gewürze: Import 5 bis 7 Millionen Pfund, Hülsenfrüchte: 1 bis 2 Millionen Pfund. In diesen Artikeln, besor(ders für Frühgemüse, wäre ein Markt zu entwickeln. Ebenso für Wolle, Häute^ Honig, Fruchtsäfte. Aber auch Fabrikate, wie Strickwaren, Strümpfe, Bekleidung, könnten nach Deutschland in größeren Mengen als bisher eingeführt werden. Auch Holzmöbel führt Deutschland aus verschiedenen Läßdern um 1.5 bis 2 Millionen Pfund per* Jahr ein. Nachstehend geben wir zusammenfassend die hauptsächlichsten Importe Deutschlands aus Palästina im Jahre 1930 an. Betrag in Pfund in Klammer. Orangen (149.101), Durrah und Mais (37.652), Wein (2.444), Trester von Wein und Oliven (1.660), Fruchtsäfte (640), Bekleidung (415), Olivenöl (232), Zitronen (210), Honig (154), künstliche Zähne (283), Strümpfe (43), Bücher (918). Oesterreich. Die Einwohnerzahl ist 6.5 Millionen. Juden 300.000. Import 80 bis 100 Millionen Pfund. Die Handelsbeziehungen mit Palästina haben erst seit 1929 einen Aufschwung genommen. Der Export dahin betrug in den letzten Jahren 3.000 bis 4.000 Pfund. Der Import aus Oesterreich betrug 1930: 130.000 Pfund, 1931: 92.000 Pfund. Die hauptsächlichsten Exportartikel Palästinas sind (Export 1930 in Pfund in Klammer): Därme (937), Wein (356), Bücher (172). Bei Wein zeigte das Jahr 1930 einen starken Abfall, denn es wurden 1928 um 1.418 Pfund, 1929 um 1.142 Pfuüd importiert. Natürlich ist die Summe der Einfuhr aus Palästina nur ein verschwindender Bruchteil von der Gesamteinfuhr Oester-