Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober 1932)
- Article
- Die Exportbeziehungen Palästinas mit den wichtigsten Importländern
- Date
- 1932-10-01
- Page
- Seite 344 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2379786-2379900-2379906-2396129--14163-2396384- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
um 60.000 bis 80.000 Pfund, zumeist aus Frankreich. Der Anteil Palästinas ist also keine 3 Prozent. Tabak wird um 1.5 Millionen Pfund per Jahr eingeführt. Palästinas Anteil macht nicht ein Drittel Prozent aus, obzwar Polen auch aus viel entfernteren Ländern, wie U. S. A., Brasilien, Algier, die ähnliche natürliche Bedingungen wie Palästina aufweisen, 8 bis 12 mal mehr als von diesem Land bezieht, trotzdem es viel näher liegt. Orangen kamen von Palästina erstmalig 1929 nach Polen, aber trotz zunehmenden Import im Jahre 1930 erst um 612 P.fund gegenüber einer Gesamteinfuhr von 110.000 Pfund. Trauben importiert Polen um 50.000 bis 90.000 Pfund, Rosinen um 40.000 bis 65.000 Pfund, andere Südfrüchte um 8.000 bis 12.000 Pfund, davon 4.000 bis 7.000 Pfund Orangen- und Zitronenschalen. Darin und in Fruchtsaft könnte Palästina eine große Rolle spielen. Gemüse werden im Werte von 45.000 bis 100.000 Pfund eingeführt, darunter auch Tomaten, Eierfrüchte, Karfiol usw. Gemüse, welche Palästina bereits exportiert, noch dazu als Frühgemüse. Speiseöle, insbesondere Olivenöl, importiert Polen um 20.000 bis 25.000 Pfund, hauptsächlich aus Frankreich, trotzdem lieferte Palästina erst im Jahre 19301, obzwar dessen Qualität ebenso gut ist, und nur zirka 20 Prozent des Gesamtimportes. Sesamöl wurde von Palästina überhaupt nicht nach Polen eingeführt. Honig: Import 6.500 bis 7.000 Pfund, u. a. aus Guatemala (1.500 Pfund), der Anteil Palästinas ist 120 Pfund, keine 2 Prozent, obzwar dessen Produkt vorzüglich und vijel besser als das polnische ist. Häute: Importe 1 Mill. PfunH, Leder: 1.5 bis 2 Mill. Pfund (darunter 300 bis 600 Pfund Sohlenleder). Palästina hat daran keinen Teil, obzwajr es nach anderen Ländern Rohhäute für 25.000 bis 50.000 Pfund, Sohlenleder für 8.000 bis 10.000 Pfund usw. exportiert. Seife: Import 100.000 bis 110.000 Pfund. Hierin könnte Palästina auch konkurrieren. A etherische Oele: Import 2.500 bis 4.000 Pfund. Diese Industrie wurde in den letzten Jahren %a Palästina aufgenommen umd seit 1927 findet ein Export statt. Wolle: Import 2 bis 4 Mill. Pfund, davon nichts aus Palästina. Schließlich könnte Palästina auch Industrieprodukte an Polen ebenso liefern, wie es solche an England exportiert (Schokolade, An/denkenartikel aus Olivenholz u. a. m.). Rumänien. In diesem Lande wohnt 1 Million Juden, 5.5 Prozent der Gesamtbevölkerung (18 Millionen). Die Juden machen 20 Prozent der Händler aus, und in den Städten bis 75 Prozent. Der Import Rumäniens war in Millionen Pfund: 1928: 39; 1929: 36; 1930: 28. Der Anteil Palästinas beträgt 20.000 Pfund, also ein Vierzehntel Prozent. Der Orangenexport Palästinas nach Rumänien betrug 1930 kaum 12.000 Pfund. Steigerungsfähig ist der Export auch in Ethrogim, von denen die Million rumänischer Juden aus Palästina bloß um zirka 100 bis 200 Pfund per Jahr bezieht, die Hauptmasse aber aus Korfu. Möglichkeiten gibt es auch bei Frühgemüse (z. B. Blumenkohl), Tabak (Import 70.000 Pfund, nebst eigener Zucht). Pflanzenöle werden in großen Mengen eingeführt, der Import aus Palästina davon ist nahezu Null (68 Pfunfd). In den letzten Jahren wurde versucht, Web- und Strickwaren nach Rumänien einzuführen, aber alles bewegte sich in bescheidensten Grenzen. Palästina lieferte Rumänien außer den genannten Waren insbesondere