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Palästina · 1932-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1932) · p. Seite 327

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Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1932)
Article
Jüdische und nichtjüdische Erziehung in Palästina im Jahre 1931
Date
1932-10-01
Page
Seite 327 (sequence 2)
Language
German
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Agency und Va'ad Le-umi wegen Uebernahme des Schulwesens, so- 327 wie die immer noch schmerzliche Frage der Lehrergehälter haben ja ohnehin dieses Problem wieder nahe an den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses und der innerzionistischen Diskussion gerückt. Hieher gehört auch die Frage der finanziellen Beteiligung an dem jüdischen Schulwerk seitens der Regierung, die wiederum im Zusammenhang mit den Ergebnissen der Volkszählung steht, da ja die Regierung bekanntlich ihren Beitrag nicht nach der Zahl der jüdischen Schüler im Verhältnisse zu der Anzahl aller Schüler oder der Größe des jüdischen Steueraufkommens bemißt (beide bewegen sich übrigens interessanterweise um 40 Prozent), sondern die Volkszahl der Juden innerhalb der Gesamtbevölkerung als Maßstab ihrer Beteiligung zugrunde legt. Ferner ist die Frage eines Gesetzes, das das Erziehungswesen im Lande generell regelt, durch die Veröffentlichung eines neuen Entwurfes (Education Bill, 1932) im Amtsblatt (Official Gazette of the Government of Palestine, Nr. 301, vom 16. Februar 1932) wieder in Fluß gekommen, ohne allerdings bis jetzt eine endgültige Lösung gefunden zu haben. I. Der Stand des Erziehungswesens im Jahre 1931. Die kulturelle Höhe eines Landes läßt sich (natürlich mit gewissen Einschränkungen) aus der Zahl der schulbesuchenden Kinder feststellen. Wie es damit in Palästina steht, zeigt ein Blick auf die folgende Tabelle (die Aufgabe des Berichterstatters über den Regierungsreport ist übrigens diesmal durch den geradezu vollendeten statistischen Anhang, der sich vor allem durch sehr übersichtliche Diagramme auszeichnet, ganz besonders erleichtert): Religion Volkszahl in % Schülerzahl in % 0/o der Schüler zur Volkszahl Mohammedaner Christen Andere 759.952 90.607 9.589 73 9 1 30.535 16.966 559 37.2 20.6 0.6 4.0 18.8 5.8 Nichtjuden Juden 860.148 175.006 83 17 48.060 34.154 58.4 41.6 5.6 19.4 Insgesamt 1,035.154 100 82.214 100.0 8.0 Das seit Jahren konstatierte Bild hat sich also nicht verändert: das in Ländern mit allgemeiner Schulpflicht normale Verhältnis von rund 20 Prozent der Schülerzur Volkszahl ist nur bei Juden und Christen ungefähr erreicht, was auf den höheren Kulturstand dieser

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