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Palästina · 1932-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1932) · p. Seite 322

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Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1932)
Article
Die Entwicklung der landwirtschaftlichen Bevölkerung Palästinas von 1922-1931
Date
1932-10-01
Page
Seite 322 (sequence 6)
Language
German
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Diese Ziffern zeigen deutlich, daß, mit Ausnahme der Bahnstation Rafah, alle größeren Dörfer mit starker Bevölkerungsverrung in unmittelbarer Nähe jüdischer Städte oder Dörfer liegen! Dagegen finden sich in den für die arabische Wirtschaft wichtigsten „judenreinen" Bezirken Nablus, Tul Kerem und Jenin von 30 Dörfern mit mehr als 1000 Einwohner nur drei, die eine Bevölkerungsvermehrung von mehr als 55 Prozent, aber alle drei weniger als 70 Prozent aufzuweisen haben. 27 große Dörfer weisen dort nur eine schwache Bevölkerungsvermehrung auf. Mit diesen Zahlen ist die Legende der „Expropriation arabischer Landwirte durch' die jüdische Kolonisation" wohl endgültig widerlegt. Die Entwicklung der jüdischen landwirtschaftlichen Bevölkerung. Der landwirtschaftliehe jüdische Jischuv stieg von 14.486, d. h. 17,3 Prozent, der jüdischen Gesamtbevölkerung auf zirka 40.000;, d. h. 23 Prozent, im Jahre 1931 (siehe die Anmerkung zu Tabelle 4 über die Tatsache, daß die sogenannte „nichtstädtische" jüdische Bevölkerung [nach der Definition der Regierung] auch eine Reihe nicht landwirtschaftliche Jischuvim einschließt). Landwirtschaftliche jüdische Jischuvim befanden sich 1922 in 10, 1931 in 11 Bezirken (von 18). Im Bezirk Tul Kerem konnte die jüdische Bevölkerung durch den Beginn der Siedlungen im oberen Scharon und im Waadi Chawareth zum ersten Male festen Fuß fassen. Wie die Tabelle 4 zeigt, ist die jüdische landwirtschaftliche Bevölkerung beträchtlich in fünf Bezirken gestiegen (Jaffa, Ramleh, Haifa, Nazareth und Beisan). Im Bezirk Jaffa beträgt sie heute 37,6 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Bevölkerung gegenüber nur 23,3 Prozent im Jahre 1922, im Bezirk Ramleh 18,9 Prozent gegenüber 13,1 Prozent, im Bezirk Haifa 14,6 Prozent gegenüber 10 Prozent, in den Emek-iBezirken 12,1 Prozent, bezw. 13,1 Prozent gegenüber 4,7 Prozent und 7,5 Prozent im Jahre 1922. Ein Rückgang ist im Bezirk Safed zu verzeichnen, hier im oberen Galil ist die arabische landwirtschaftliche Bevölkerung stärker gestiegen als die jüdische (auch wenn man nicht die Tatsache in Betracht zieht, daß 1922 ein Teil des Landes nicht mitgezählt wurde). Im Bezirk Akko existiert nur das jüdische Dorf Pekyin, das dadurch seine Bedeutung hat, daß hier ein alter bodenständiger jüdischer Jischuv existiert. In den übrigen Bezirken sind die Veränderungen minimal. Die Zahl der jüdischen Siedlungen "ist in neun Jahren von 72 auf 107 gestiegen; dazu kommen vier Siedlungen, die nicht gesondert gezählt wurden (siehe die Anm. zu Tab. 4), so daß in diesen neun Jahren

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