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Palästina · 1932-08-01 · Heft 8-9 (August 1932) · p. Seite 301

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 8-9 (August 1932)
Article
Nathania und die privatwirtschaftlichen Siedlungen [Nachricht]
Date
1932-08-01
Page
Seite 301 (sequence 3)
Language
German
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Häuser wurden mit Hilfe eines Darlehens der Bank Bnei Benjamin gebaut, später gewährte die Palestine Mortgage and Creditbank hypothekarische Darlehen für den Hausbau, die innerhalb 15 Jahren rückzuzahlen sind. Sehr bald vergrößerte sich die Fläche der Siedlung, insbesondere durch die immer zahlreicher eingehenden Bestellungen auswärtiger Zionisten auf Pflanzungsanlagen. Heute umfaßt das gesamte Gebiet von Nathaniah eine zusammenhängende Fläche von fast 13.000 Dusnam und bildet damit einen der größten Zitrusblocks in Palästina. 3.000 Dunam Pardeß wurden angelegt, 72 Familien mit 374 Seelen sind bereits angesiedelt, 95 Häuser und Baracken wurden gebaut, elektrische Licht- und Kraftversorgung wurde installiert. Die Siedlung hat Schule und Kindergarten, Arzt und Apotheke, eine Synagoge, eine Genossenschaftsbank, Konsumgenossenschaft, mehrmals täglich Autobusverkehr nach Tel-Aviv usw. Und dies alles ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel, lediglich durch systematische Verbindung der Fähigkeit und Schulung des im Lande selbst geborenen Pflanzers mit dem vom Ausland importierten Privatkapital. Zurzeit sind nicht weniger als 200 Siedler der Kolonie mit dauernder Arbeit in den Pflanzungen der auswärtigen Besteller beschäftigt und können mit dem Arbeitslohn ihre eigenein Siedlerstellen aufbauen. Dazu kommt, daß Nathaniah eine besonders schöne Lage, direkt an der See, hat. Schon haben einzelne Stadtbewohner begonnen, sich kleine Sommerhäuschen auf den Steilklippen zu bauen, die dem prächtigen Strand der Siedlung eine besondere Romantik verleihen, und in Nathaniah ist man fest davon überzeugt, daß der Ort sehr bald zu einiem der bevorzugtesten Sommerkurorte des Landes sich entwickeln wird. Eine besondere Beachtung verdient noch das freundschaftliche Verhältnis, das zwischen Nathaniah und den Arabern der benachbarten Dörfer besteht. Obwohl die Siedlung hundertprozentig jüdische Arbeit aufweist — lediglich die drei Wächter sind Araber aus der Umgegenid —, sind bis zum heutigen Tag nicht nur niemals Reibereien zwischen den Juden und den Arabern vorgekommen, im Gegenteil, es herrschen die besten nachbarschaftlichen Beziehungen. Das war von Anfang am so. Als in den schweren Augusttagen 1929! die gerade einige Wochen vorher gegründete Kolonie auf Veranlassung der Regierung von ihren Bewohnern geräumt werden mußte, übernahmen die Araber der Nachbardörfer freiwÜlig und ohne dazu aufgefordert zu sein, die Instandhaltung der eben begonnenen Pflanzungen bis zur Rückkehr der jüdischen Siedler. Auch h'iebei spielt natürlich die langjährige Erfahrung eingeborener jüdischer Farmer im Umgang mit ihren arabischen Nachbarn eine große Rolle. Die Kolonjen in der Saronebene. Ueber diese schreibt Ch. Haller in der „Stimme" Nr. 236. Im Sarongettiet sind 60.000 Dunam in 9 Siedlungen, davon? 15.000 mit Orangen bepflanzt, *in jüdischen Händen und 1.500 jüdische Arbeiter beschäftigt. Die hauptsächlichsten Kolonien sind: H a d a r, gegründet 1928, 4.000 Dunam, davon 1.000 mit Orangen bepflanzt. Privatkolonie. Ramatajim. Der Boden wurde von einem holländischen Zionisten gekauft und an die Siedler auf langjährige Abzahlung verkauft. Der holländische Keren Hajessod gab cfine Anleihe von 20.000 Pfund. 800 Dunam sind mit Orangen bepflanzt. Anschließend ist die Kwuzah Gidro (im Zuge der „An-

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